Familienfreundlicher Entwurf ist bestes Homeoffice 2020

Workspace
Designwettbewerb HomeOffice 2020-

Der “Thinktainer” soll der Heimarbeitsplatz der Zukunft werden. Eine Jury hat jetzt drei zu einem Wettbewerb des Fraunhofer-Instituts eingerichten Designentwürfe für das Homeoffice 2020 prämiert. Nun soll ein Gesamtkonzept zur Entwicklung eines Prototypen erstellt werden.

Lasse Lochmahr und Thomas Müller aus Schwäbsich Gmünd haben den Wettbwerb “Thinktainer” des Fraunhofer-Instituts UMSICHT (“Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik”) gewonnen. Das Designer-Team sieht in seiner Projektskizzierung vor, dass sich das Arbeitsmobiliar nicht in den Vordergrund drängt, gleichzeitig aber jederzeit positiv wahrnehmbar ist.

Designwettbewerb HomeOffice 2020
Der Siegerbeitrag des Wettbewerbs “HomeOffice 2020” sieht für den “Thinktank” einen hochklappbaren Arbeitsplatz vor (Bild: Fraunhofer UMSICHT)

Der Gewinnerentwurf sieht eine Platzierung des “Thinktainer” über Kopfhöhe vor, damit der Heimarbeiter in Arbeitspausen seinen Fokus ganz auf das Familienleben richten kann. Ein Federsystem fährt eine Arbeitsplatte in die gewünschte Position, dadurch ist auch stehendes Arbeiten möglich. Im Gehäusekasten ist eine Beleuchtung angebracht; sie erlaubt ein Arbeiten ohne Schattenwurf der Zimmerlampe oder des Fensters.

“Die Form geht einher mit der Funktionalität. Der Entwurf erfüllt seinen Zweck und schmeichelt seinem Nutzer – funktional und visuell. Die Zielvorgaben wurden sämtlich aufgenommen und umgesetzt”, begründet die Jury ihre Wahl.

Der Designwettwettbewerb forderte Juniorkreative aus Hochschulen und Fachhochschulen dazu auf, sich mit innovativen Ideen am Projekt zu beteiligen. Außer dem Smit 2000 Euro dotierten ersten Preis wurden zwei weitere Beiträge gekürt, die sich der Umgestaltung der Work-Life-Balance und den optimalen Arbeitsbedingungen bei freier Zeiteinteilung und Ausrichtung an der persönlichen Leistungskurve widmeten. Je 1000 Euro im Rahmen des Wettbewerbs “Homeoffice 2020 – das wandelbare Arbeitsmöbel” (also “Thinktainer”) gingen an ein Studenten-Team aus Darmstadt sowie eine Innenarchitektin aus Halle.

Der Beitrag der Industrie-Design-Studenten Max Koch und Benedict von Spankeren aus Darmstadt sieht vor, mit einem ausgeklügelten Mechanismus den Schreibtisch mit großer übersichtlicher Oberfläche schnell samt Arbeitsmaterial einzuklappen. Der Entwurf von Laura Beier aus Halle an der Saale zeigt ein Konzept zum multifunktionalen, frei einstellbaren Tisch mit integriertem Tank zum Verstauen aller benötigten Gegenstände.

Im nächsten Schritt soll gemeinsam mit dem Designer Felix von Looz sowie der Gruppe Anwendungsentwicklung bei Fraunhofer UMSICHT ein Gesamtkonzept zur Entwicklung eines Prototypen des Thinktainer erstellt werden. Das Projekt ist Teil des größer angelegten Wissenschaftspreises 2014, der arbeitstechnische, umweltorientierte und kommunikationspsychologische Arbeiten auszeichnet.

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