Lernstift Vibewrite erreicht sein Crowdfunding-Ziel

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Vibewrite-Stift

Seit April hat das Start-up hinter dem “Stift, der vibriert, wenn man sich verschreibt”, deutlich über 400.000 Euro per Massenfinanzierung eingenommen. Jetzt wird die Investment-Aktion verlängert. Die ersten Prototypen sind fertig, der Vertrieb für 2015 fast schon organisiert.

Die Crowdfunding-Plattform Seedmatch hat in den ersten 60 Tagen bereits über 430.000 Euro für die Weiterentwicklung des ursprünglich “Lernstift” genannten Produkts eingesammelt. Mit weiteren 60 Tagen Verlängerung will das Münchner Unternehmen Vibewrite die in diesem Jahr benötige Million Euro für die Entwicklung von Hard- und Software einnehmen. Zum 7. Juli hat die Firma nun schon 451.000 Euro von Kleininvestoren erhalten.

vibewrite-Finanzierung
Das Crowdfunding des Vibewrite-Stiftes ist in kurzer Zeit gelungen (Bild: Vibewrite)

Anders als bei vielen Crowdfunding-Projekten werden alle Investoren auch am Gewinn des internationalen Projekts beteiligt, Einlagen sind ab 250 Euro möglich. Gestartet ist das Projekt bereits 2013, im April 2014 hatte die Firma sich und dem Stift den Namen Vibewrite gegeben und begonnen, Privat-Investoren anzugehen.

Der Lernstift arbeitet nach einem einfachen Prinzip: Bewegungssensoren in seinem Inneren helfen zu erkennen, was geschrieben wird. Per WLAN werden diese Informationen an ein Smartphone übermittelt, auf dem eine Texterkennungssoftware läuft. Entdeckt diese einen Fehler, lässt sie das den Stift wissen, der dann vibriert. “Lehrer lieben dieses Konzept, nimmt es Kindern doch nicht das Denken ab, sondern macht sie lediglich darauf aufmerksam, wo sie nachdenken sollen”, erklärt Gründer Falk Wolsky.

Vibewrite Developer
Mit einer Entwicklungsplattform gibt Vibewrite Anbietern von Apps die Chance, die Stiftvibration für neue Ensatzzwecke zu nutzen (Bild: Vibewrite)

Vibewrite hat bereits eine Schnittstelle für Programmierer geschaffen und denkt nicht nur an deutsche Rechtschreibung, sondern auch an Apps für´s Fremdsprachen-Lernen, für chinesische Kalligraphie und viele andere Einsatzgebiete. Mittlerweile sind bereits auch erste Stiftschalen eingetroffen, die in einem Werk in Salzburg produziert werden. Damit ist die Zeit des “Rapid Prototyping” mit 3D-Druckern einem präziseren Produktionsablauf für die Massenherstellung gewichen.

Für 2015 plant das Unternehmen die Verfügbarkeit des Stiftes in den Handelskanälen. Erste Exemplare sollen in den O2-Shops verkauft werden. Die zu Telefónica O2 gehörende “Start-up-Fabrik” Wayra-Akademie hatte bereits schon das finanzielle Grundgerüst als Darlehen zum Firmenaufbau zur Verfügung gestellt und ist daher am Verkauf der von ihr grundfinanzierten Schreibhilfe interessiert.

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