Airlines kontrollieren jetzt Ladezustand des Akkus von Mobilgeräten

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Business-Mann-Flugzeug (Bild: Shutterstock / Mila-Supinskaya)

Sie setzen damit eine Anweisung des US-Heimatschutzministeriums um. Die Kontrollen werden vor bestimmten Flügen in die USA an Flughäfen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien durchgeführt. So soll ausgeschlossen werden, dass mit Sprengstoff präpariert Akkus an Bord geschmuggelt werden.

Auf Anweisung des US-Heimatschutzministeriums hat die Transportation Security Administration (TSA) neue, bei Flügen in die USA anzuwendende Sicherheitsvorgaben für “bestimmte ausländische Flughäfen” veröffentlicht. Mit ihnen wird vor allem die Kontrolle elektronischer Geräte vor dem Abflug verschärft. Passagieren soll es bei bestimmten Direktflügen in die USA etwa untersagt werden an Bord zu gehen, wenn der Akku des mitgeführten elektronischen Gerät leer ist und es sich deswegen nicht einschalten lässt.

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Passagiere dürfen bei Flügen in die USA nur noch aufgeladene Mobilgeräte mit an Bord nehmen (Bild: Shutterstock/Mila-Supinskaya).

In einer Pressemitteilung der TSA heißt es dazu: “Wie die Reisenden wissen, werden alle elektronischen Geräte von Sicherheitsbeamten geprüft. Während der Sicherheitskontrolle werden die Beamten die Besitzer möglicherweise fragen, einige der Geräte einzuschalten, darunter auch Mobiltelefone. Stromlose Geräte werden in einem Flugzeug nicht erlaubt.”

Die Verschärfung der Kontrollen bei Flügen in die USA ist laut Jeh Johnson, Minister für Heimatschutz der Vereinigten Staaten, Teil eines Prozesses zur Einschätzung der globalen Bedrohungslage. “Ich habe die TSA angewiesen, auf bestimmten ausländischen Flughäfen mit Direktflügen in die USA verschärfte Sicherheitskontrollen einzuführen”, sagte Johnson.

Wie die BBC berichtet, müssen die Kontrollen unter anderem am Londoner Flughafen Heathrow durchgeführt werden. Zwar führen die USA selber zwar keine Kontrollen an ausländischen Flughäfen durch, allerdings seien die Fluglinien und die Flughäfen verpflichtet, die von der TSA verlangten Maßnahmen umzusetzen. Dem Bericht zufolge sollen Flughäfen in Großbritannien, Frankreich und Deutschland die neuen Regeln bereits akzeptiert haben.

“Wir werden sicherstellen, dass die notwendigen Schritte die Reisenden möglichst wenig belasten”, heißt es weiter in der Stellungnahme des US-Ministers. Auch bisher wurden Reisende die zum Beispiel größere Digitalkameras oder Notebooks mitführten – unabhängig von ihrem Flugziel – schon gelegentlich gebeten, die Geräte einzuschalten, damit das Personal deren Funktionsfähigkeit prüfen konnte. Neu ist nun allerdings, dass dies systematisch durchgeführt werden soll. Inwiefern sich dadurch die für der Weg von der Gepäckabgabe bis zum Sitzplatz an Bord benötigte Zeit erhöht, ist derzeit noch unklar.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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