Avira hat für Antivirus Pro seine Malware-Engine beschleunigt

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Avira Logo (Bild: Avira)

Die Avira Antivirus Suite heißt künftig Antivirus Pro. Die Software bildet die Basis für alle anderen Produkte des deutschen Unternehmens. Sie greift neben der erneuerten Engine zur Malware-Erkennung künftig auch auf die Avira Protection Cloud sowie die Avira URL Cloud zurück.

Avira hat sein Kernprodukt, bisher als Antivirus Suite bekannt, gründlich überarbeitet und in Antivirus Pro umbenannt. Mit Antivirus Pro stellt Avira seine eigenen Angaben zufolge bisher schnellste Anti-Malware Engine vor, die dennoch mit weniger Ressourcen auskommt. Dazu tragen zum einen neu entwickelte Virendefinitionsdateien bei, andererseits die Möglichkeit der automatisierten Nachfrage in der Avira Protection Cloud, die Nutzung der Reputationsdatenbank Avira URL Cloud sowie die verhaltensbasierende Virenerkennung.

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Die neuen Virendefinitionsdateien bieten Avira zufolge in über 256 statt bisher 32 Container-Dateien deutlich mehr Platz für Informationen zur Erkennung von Schadsoftware. Außerdem verkürze die erneuerte Dateiarchitektur die erforderlichen Downloadzeiten und reduziere sich beim Laden der Virendefinitionen der Ressourcenverbrauch des Hauptprozessors. Das wiederum resultiere in einem schnelleren Systemstart.

Teil von Avira Antivirus Pro ist zudem ein erweiterter Schutz für Netzlaufwerke. Der soll dadurch erreicht werden, dass die Sicherheitssoftware freigegebene Ordner auf Malware überprüft. Ebenfalls an Bord ist ein Modul zum Blockieren von Spyware und Adware ein sogenannter Browser-Schutz, mit dem schädliche Seiten noch vor dem Laden blockiert werden. Wer sich schließlich dazu entschließt, die Avira SearchFree Toolbar zu installieren, bekommt als Zugabe noch den “Sicherheitsberater”, der auf Gefahren in Suchergebnissen hinweist sowie den “Spurenblocker”, der die Aufzeichnung von Webaktivitäten verhindert.

Wie üblich bringt die neue Version auch einige Neuerungen an der Benutzeroberfläche. Die auffälligste davon ist wahrscheinlichen der neue Produktnamen in der Kopfzeile: Dieser lautet künftig bei allen Bezahlprodukte “Antivirus Pro”. Aus der Antivirus Suite (für 29,95 Euro pro Nutzer und Jahr) wird dementsprechend schlicht Antivirus Pro, aus der Avira Internet Security Suite wird “Antivirus Pro plus System Speedup” (für 44,95 Euro pro Nutzer und Jahr). Der Bestandteil System Speedup bietet Optionen, wie sie andere Dienstprogramme auch offerieren, um Leistungsbremsen beim PC zu lösen und Speicherplatz frei zu machen. Außerdem gehört eine Verschlüsselungsoption dazu. Schließlich heißt Avira Ultimate Protection künftig “Antivirus Pro System Speedup plus Driver Updater”. Diese Variante kostet 59,95 Euro pro Nutzer und Jahr.

Die überarbeitete Oberfläche der bisher als s Antivirus Suite und künftig als Antivirus Pro bezeichneten Sicherheitssoftware von Avira (Screenshot: Avira).
Die überarbeitete Oberfläche der bisher als Antivirus Suite und künftig als Antivirus Pro bezeichneten Sicherheitssoftware von Avira (Screenshot: Avira).

Für Kunden der aktuellen Antivirus Suite und der Avira Internet Security Suite geschieht die Migration auf Antivirus Pro automatisch über ein reguläres Update. Eine Aktion der Nutzer ist nicht erforderlich. Allerdings kann es etwas dauern, bis sie vollzogen ist, da die Umstellung schrittweise erfolgt – was bei nahezu 300 Millionen Installationen, auf die der Anbieter stolz verweist, eine etwas umfangreichere Aufgabe ist.

Funktionsweise der Avira Protection Cloud (Screenshot: ITespresso).
Mit seiner Protection Cloud hat Avira in Antivirus Pro nun auch Mechanismen integriert, wie sie zum Beispiel McAfee, Symantec und Trend Micro schon länger nutzen, um Ressourcen des Endgeräts zu schonen und die Belastung durch Updates der Virensignaturen zu minimieren (Screenshot: ITespresso).

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