Microsoft erhöht kostenlose Speicherkapazität bei OneDrive auf 15 GByte

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OneDrive (Bild: Microsoft)

Ab Juli bekommen Nutzer von Office 365 sogar ein Terabyte Speicherplatz kostenlos zur Verfügung gestellt. Microsoft senkt für alle Nutzer zudem die Preise für zusätzliche Speicherkapazität. Ohne Office-365-Abonnement kosten zum Beispiel 100 GByte statt wie bisher 3,99 Euro künftig nur noch 1,99 Euro.

Microsoft räumt Nutzern seines Cloud-Speichers OneDrive ab sofort 15 GByte kostenlosen Speicherplatz ein. Bisher bekamen sie ohne zu zahlen 7 GByte. Damit schließt Microsofts Angebot zu Google Drive auf. Dasselbe gilt auch für die Preise: 100 GByte kosten bei OneDrive künftig statt 3,99 Euro nur noch 1,99 Euro pro Monat. Für 200 GByte fallen monatlich künftig noch 3,99 Euro an statt wie bisher 8,99 Euro an.

Microsoft erhöht kostenlose Speicherkapazität bei OneDrive auf 15 GByte

Anwendern mit einem Office-365-Abonnement steht künftig ebenfalls mehr Speicherplatz zur Verfügung. Office 365 Home (10 Euro pro Monat oder 99 Euro pro Jahr) umfasst nun für bis zu fünf Nutzer ein Terabyte pro Person. Bei Office 365 Personal, für das Microsoft 7 Euro pro Monat verlangt, liegt die Höchstgrenze beim kostenlosen Angebot bei einem Terabyte pro Abonnement. Das ist auch bei Office 365 University, das 79 Euro für vier Jahre kostet, das neue Maximum.

Abonnenten von Office 365 Business hatte Microsoft schon Anfang Mai die Erhöhung des kostenlosen Speichers auf ein Terabyte in Aussicht gestellt. Den zusätzlichen Speicherplatz will das Unternehmen für seine Kunden im Lauf des kommenden Monats schrittweise freischalten.

OneDrive kann ebenso wie Google Drive, für die Speicherung beliebiger Daten benutzt werden. Google rechnet allerdings Fotos nicht auf das kostenlose Speichervolumen an, wenn ihre längste Seite nicht größer als 2048 Pixel ist. Gleiches gilt für Videos mit einer Auflösung von maximal 1080p und einer Länge von höchstens 15 Minuten.

Eine ähnliche Regelung hat auch Amazon für sein kürzlich vorgestelltes Smartphone getroffen. Die Anzahl der mit dem Fire Phone aufgenommenn Fotos, die auf Amazons Servern gespeichert werden dürfen, ist nicht begrenzt.

Mit 15 GByte für beliebige Dateien offerieren Microsoft und Google mehr kostenlosen Speicher als die meisten anderen namhaften Cloud-Storage-Dienste. Bei Dropbox erhalten Nutzer beispielsweise nur 2 GByte, was sich allerdings durch die erfolgreiche Einladung von Freunden und Bekannten um bis zu 16 GByte erhöhen lässt. Bei Box bekommen Nutzer 10 GByte und bei SugarSync 5 GByte Gratis. Ebenso erhalten seit kurzem Kunden von Kabel Deutschland 5 GByte kostenlosen Online-Speicher. Lediglich Telekom-Kunden sowie registrierte Nutzer beim Freemail-Angebot des Konzerns bekommen bei der Telekom-Cloud mit 25 GByte deutlich mehr kostenlosen Speicherplatz. Einen aktuellen Preisvergleich der größten Cloud-Speicherdienste finden Interessierte auch auf der ITespresso-Schwestersite CNET.de.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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