Lieferservice HelloFresh bekommt 50 Millionen Dollar von US-Investoren

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HelloFresh Kochbox (Bild: HelloFresh)

Der New Yorker Fonds Insight Venture Partners und Phenomen Ventures bauen damit ihren Anteil noch einmal deutlich aus. Eingestiegen sind sie bei dem Berliner Start-up bereits vor zehn Monaten. Die Einnahmen sollen für die weitere Expansion aufgewendet werden.

HelloFresh hat eine Series-D-Finanzierungsrunde über 50 Millionen Dollar erfolgreich abgeschlossen. Möglich war dies, da die beiden US-amerikanischen Investoren Insight Venture Partners und Phenomen Ventures ihr vor zehn Monaten begonnenes Engagement deutlich ausgebaut haben. Zu den Investoren von HelloFresh zählen zudem Holtzbrinck Ventures, Vorwerk Ventures, Rocket Internet und Kinnevik.

HelloFresh Logo

HelloFresh bezeichnet sich selbst als Kochbox-Lieferservice. Im Gegensatz zu Lieferdiensten, die entweder fertig gekochte Gerichte herbeischaffen beziehungsweise deren Lieferung vermitteln oder lediglich das Angebot eines Supermarkts ins Web verlagern, verknüpft HelloFresh den Spaß am Kochen mit der einfachen Belieferung. Vermarktet wird das im Rahmen eines allerdings jederzeit kündbaren Abos.

Abonnenten können auf der Webseite die ihnen attraktiv erscheinenden Boxen mit drei oder fünf Gerichten auswählen. Die Rezepte werden von HelloFresh kreiert und sollen sich alle in weniger als 30 Minuten nachkochen lassen. Die erforderlichen Zutaten werden einmal wöchentlich geliefert, entweder nach Hause – in Großstädten sogar mit eigenen Kühlwagen – oder in speziellen Kühlboxen auch per UPS oder zur Abholung in einen UPS-Paket-Shop.

Die Preise liegen dem Anbieter zufolge auf Supermarktniveau. In einer Beispielrechnung für die Belieferung mit fünfmal zwei sogenannten Classic-Boxen errechnet er für sich sogar einen minimalen Preisvorteil, nämlich 49,77 statt 49 Euro.

Als weiteren Vorteil preist er die Tatsache, dass durch die Vorportionierung viel weniger Lebensmittel weggeworfen werden würden – was natürlich nur gilt, wenn der Empfänger auch tatsächlich alle erhalten Sendungen zum Kochen verwendet und nicht einmal aus Bequemlichkeit aussetzt.

HelloFresh Kochbox (Bild: HelloFresh)
HelloFresh liefert eigenen Angaben zufolge aktuell weit über eine Millionen Mahlzeiten pro Monat an seine Kunden aus (Bild: HelloFresh).

Bisher findet der Ansatz jedoch ausreichend Anklang: HelloFresh liefert eigenen Angaben zufolge derzeit deutlich über eine Millionen Mahlzeiten pro Monat an seine Kunden aus und kann für 2014 bisher einen positiven Cash-Flow vorweisen. Das Unternehmen ist außer in Deutschland und Österreich auch in Großbritannien, den Niederlanden, Australien sowie den USA aktiv und beschäftigt 120 Mitarbeiter.

“Unsere Ambitionen mit HelloFresh waren schon immer sehr groß”, sagt Dominik Richter, Gründer und CEO von HelloFresh in einer Pressemitteilung. “Unser Ziel ist es, eine neue Kategorie im Lebensmittelmarkt zu etablieren und eine globale Marke im Themenbereich Lebensmittel zu erschaffen. Mit Insight als Partner haben wir alles, was wir brauchen, um unsere Vision für HelloFresh umzusetzen.”

Die Investoren von HelloFresh, allen voran Insight Venture Partners, sind vom Konzept der Essenslieferung offenbar überzeugt. Bereits im Januar hat der Fonds 88 Millionen Dollar in Lieferheld gesteckt. Damit hatten zu dem Zeitpunkt das Unternehmen insgesamt knapp 200 Millionen Dollar von Investoren bekommen. Eigenen Angaben zufolge vermittelt Delivery heute für über 55.000 Restaurants in insgesamt 14 Ländern via Internet oder mobilen Endgeräten Bestellungen. 6 Millionen Endkunden hätten im vergangenen Jahr einen Umsatz von über 500 Millionen Dollar erzeugt. Delivry Hero selbst verdoppelte 2013 seinen Umsatz und schrieb zum Jahresende erstmals schwarze Zahlen.

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