Fire Phone: Amazon startet Verkauf seines ersten Smartphones

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Amazon Fire Phone (Bild: Amazon)

Es kostet mit mit zweijähriger Vertragsbindung 199 Dollar und wird in den USA ab 25. Juli ausgeliefert. Besonderheiten sind eine als “Dynamic Perspective” bezeichnete Funktion, mit der die Darstellung an die Position des Nutzers angepasst wird, sowie die Firefly genannte Erkennung von Gegenständen und Medieninhalten.

Amazon betritt mit einem als Fire Phone bezeichneten Gerät den Markt für Smartphones. Es kann in den USA ab sofort vorbestellt werden und soll ab 25. Juli ausgeliefert werden. Es wird dort ausschließlich mit SIM-Lock für das Netz von AT&T und mit zweijähriger Vertragsbindung ab 199 Dollar (32 GByte Speicher) verkauft. Käufer bekommen außerdem eine einjährige Prime-Mitgliedschaft, die 99 Dollar kostet, gratis dazu. Preise ud Konditionen für andere Länder hat Amazon noch nicht genannt.

Amazon Fire Phone (Bild: Amazon)

Das Fire Phone ist mit einem 4,7 Zoll großen IPS-Display mit einer Auflösung von 1280 mal 720 Pixeln (315 ppi) ausgestattet. Die Quadcore-CPU Snapdragon 800 taktet mit 2,2 GHz und wird von einer Adreno-330-GPU sowie 2 GByte RAM unterstützt. Der Akku mit einer Kapazität von 2400 mAh erlaubt laut Amazon die Videowiedergabe bis zu 11 Stunden. Auch GPS, Assisted GPS, WLAN (802.11a/b/g/n/ac), Bluetooth 3.0, NFC sowie Stereolautsprecher sind an Bord.

Statt mit dem in der Gerüchteküche gehandelten 3D-Display kommt das Fire Phone mit einer Dynamic Perspective genannten Funktion. Dahinter steckt eine Sensorensystem, das darauf reagiert, wie der Nutzer das Gerät hält, betrachtet und bewegt. Das ermöglicht unter anderem Darstellungen aus verschiedenen Perspektiven, indem die Position des Nutzers anhand von Gesichtsmerkmalen bestimmt und die Bilddarstellung angepasst wird. Durch Neigen und Schwenken des Geräts lassen sich außerdem zusätzliche Informationen und Bedienelemente ein- oder ausblenden – zum Beispiel in der Kartendarstellung vom Dienst Yelp bezogene Bewertungen von Restaurants und Geschäften.

Amazon Fire Phone Firefly-Funktion (Bild: Amazon)
Firefly soll über die Kamera auch gedruckte Texte auf Plakaten, Zeitschriften und Visitenkarten erkennen, etwa Telefonnummern, Web- und E-Mail-Adressen – um sie zu speichern oder direkt Kontakt aufzunehmen (Bild: Amazon)..

Das auf Android basierende Betriebssystem Fire OS hat Amazon in der beim Fire Phone zum Einsatz kommenden Version 3.5 durch Cloud-Dienste ergänzt, zu denen ein vollständiges automatisches Backup sowie die unbegrenzte Speicherung aller mit Fire Phone aufgenommenen Fotos in voller Auflösung gehören. Die Kamera arbeitet mit einem 13-Megapixel-Sensor, F2.0-Blende sowie optischer Bildstabilisierung.

Die von Kindle-Tablets bekannte Mayday-Funktion – mit der sich in Notfällen über einen Button Anwender rund um die Uhr direkt mit einem Support-Mitarbeiter verbinden können- ist vorhanden. Ein eigener Button am linekn Rand aktiviert außerdem die Funktion Firefly. Sie erlaubt es, mit dem Smartphone Gegenstände sowie Musik, Filme und Fernsehsendungen zu identifizieren. Die Intention dahinter ist leicht zu erraten: Mit den erfassten Informationen will Amazon dem Besitzer erlauben, direkt zum Kauf über seine Plattform zu schreiten.

Außerdem nutzt Amazon seine Cloud-Erfahrung, um sein erstes Smartphone für Käufer attraktiv zu machen: Sie bekommen unbegrenzten Cloud-Speicherplatz für die mit dem Fire Phone aufgenommenen Fotos. Das Backup der Fotos erfolgt automatisch und in voller Auflösung – vorausgesetzt, Voraussetzung dafür ist die Verbindung des Smartphones mit dem eigenen Amazon-Konto. Für das dann ebenfalls automatisierte Hochladen von Videos in Amazons Online-Speicher Cloud Drive sind jedoch nur die ersten 5 GByte kostenlos.

Apple geht zwar in eine ähnliche Richtung, ist jedoch knauseriger: Für iOS 8 sind neben zahlreichen Verbesserungen der Foto-Anwendung auch 5 GByte kostenlos nutzbarer Speicher angekündigt. Das sei “richtig viel für die meisten Benutzer”. Wer mehr haben möchte bezahlt für zusätzlichen Speicherplatz jährlich 16 Euro (10 GByte), 32 Euro (20 GByte) oder 80 Euro (50 GByte).

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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