Server-Start-up Protonet läutet zusätzliche Finanzierungsrunde ein

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Das Crowdfunding-Ziel hat das Hamburger Start-up auf 500.000 Euro festgesetzt. Einsteigen können Interessenten ab 250 Euro. Wer mindestens 2000 Euro anlegt, bekommt automatisch einen Protonet-Server. Die ersten beiden Finanzierungsrunden brachten Rekordergebnisse – und auch die aktuelle lief rekordverdächtig an.

Seit 12 Uhr ist es erneut möglich, ab 250 Euro in das Unternehmen Protonet zu investieren. Das Start-up aus Hamburg reagiert damit eigenen Angaben zufolge auf die hohe Nachfrage durch Crowd-Investoren. Das scheint nicht gelogen: Diesmal kamen binnen 75 Minuten 500.000 Euro zusammen. Damit hat Protonet die Zwei-Millionen-Euro-Marke geknackt. Nun strebt das Unternehmen eine Schwarmfinanzierung von rund 3 Millionen Euro an. Bereits die zweite am 4. Juni 2014 bei Seedmatch eröffnete Finanzierungsrunde, brachte wie angepeilt 1,5 Millionen Euro ein – und das binnen kürzester Zeit.

Mit der "Maya" genannten Neuauflage seines Personal Cloud Servers will Protonet Kleinstunternehmen und Selbständige ansprechen (Bild: Protonet).
Mit der “Maya” genannten Neuauflage seines Personal Cloud Servers will Protonet Kleinstunternehmen und Selbständige ansprechen (Bild: Protonet).

In der nun gestarteten, zusätzlichen Funding-Kampagne, sind wieder Einlagen ab 250 Euro möglich, allerdings erhalten zudem alle Investoren, die mindestens 2000 Euro anlegen, den Protonet-Server. “Je mehr Crowd-Investoren jetzt investieren, desto unabhängiger sind wir von Risikokapital-Gesellschaften. Vielleicht ist es ja sogar möglich, ein Unternehmen wie unseres komplett über die Crowd zu finanzieren”, erklärt Mitgründer Ali Jelveh die neuerliche Geldsammelaktion.

Die als Personal Cloud Server bezeichnete Box richtet sich an kleine Firmen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Protonet bei der Finanzierung seiner ersten Server-Modelle “Carla” und “Carlita”, einen beachtlichen Erfolg gefeiert. Das neue, mit einem Preis von 1199 Euro deutlich günstigere Modell “Maya” soll es nun auch Kleinstunternehmen und Selbständigen, ersparen, auf die Cloud mit all ihren Nachteilen ausweichen zu müssen. Außerdem rechnet Protonet vor, sparen sie dadurch letzendlich Kosten – zumindest wenn sie die monatlich zu bezahlenden Business-Versionen der unterschiedlichen Cloud-Dienste verwenden.

Mit den Protonet-Servern können Anwender wie mit Cloud-Angeboten arbeiten, die Daten liegen aber im eigenen Büro. Von Konzepten von Hersteller wie Western Digital oder D-Link oder auch dem Ansatz von ownCloud will sich Protonet durch die denkbar einfache Bedienbarkeit und die nicht erforderliche Konfiguration abheben. Außerdem sind bei Protonet mit dem Kaufpreis alle Updates sowie Service und Support mit abgedeckt

Außerdem liefert Protonet eine Vielzahl von selbstentwickelten Anwendungen mit. Damit können auch Nutzer zum Beispiel freien Mitarbeiter geregelten Zugriff auf Daten geben, Kunden auf für sie relevante Daten Zugriff gewähren oder diese Daten ähnlich wie bei Cloud-Speicherdiensten mehreren externen Nutzern kontrolliert zur Verfügung stellen. Auch untereinander zu kommunizieren und einfaches Projektmanagement gehören zum Funktionsumfang. Insbesondere die Kollaborationsfunktionen sollen in den kommenden Wochen noch ausgebaut werden.

Das kommende Modell “Maya” arbeitet mit einem Intel-Celeron-Prozessor und acht GByte RAM. Es kann mit bis zu einem TByte Speicher ausgerüstet werden. Maya richtet sich an Firmen mit bis zu 15 Mitarbeitern. Wie beid en Vorgängern kommt auch hier das von Protonet entwickelte Betriebssystem SOUL zum Einsatz. Die weiterhin erhältlichen, früher vorgestellten Modelle “Carla” und “Carlita” sprechen dagegen Organisationen mit bis zu 50 respektive 30 Mitarbeitern an.

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