Paragon gibt Hyper-V-Preview von Festplatten-Manager 14 frei

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Paragon Festplattenmanager 14

Die Software für das Datenträgermanagement setzt bei ihrer Arbeit an den virtuellen Rechnern nicht erst bei den Clients an. Sicherungen der VMs werden direkt im Server an der Microsoft-Virtualisierungstechnik vorgenommen. Das Programm ist in seiner Vorabversion erst einmal kostenlos erhältlich.

Paragons Festplatten-Manager 14 Hyper-V ist in einer Preview-Variante fertig. Diese kostet anfangs nichts; wer sie geprüft hat und später nutzen will, muss allerdings für die fertige Version bezahlen. Bereits im März hatte der Hersteller sein Programm auf virtuelle Systeme erweitert, seinerzeit aber nur auf solche in VMWare-Umgebungen.

Die nun vorliegende Lösung zur Sicherung und Wiederherstellung von Hyper-V Gastsystemen arbeitet auf Hypervisor-Ebene, die Sicherungen werden also vom Host und nicht vom Client gesteuert; der “Gast” bleibt installationsfrei unverändert. Paragon nennt dies “agentenloses Backup und flexible Wiederherstellung für Hyper-V Gastsysteme”.

Die Arbeit direkt auf dem Server soll die Backup-Performance erhöhen und die Last der Übertragung virtueller Rechner senken. Der genutzte Microsoft Volume Shadow Copy Service (MS VSS) kann jedes Hyper-V-Gastsystem agentenlos sichern und wiederherstellen. Eine Kopie mit Konfiguration, Betriebssystem, Anwendungen und so weiter entsteht auch ohne Zugriff auf Thin Clients oder andere Hardware. Nicht einnmal die CPU-Power des Hypervisors wird laut Anbieter sonderlich in Anspruch genommen oder überhaupt ein Login in die virtuelle Maschine verlangt.

Selbst Computer, die aus Cloud-Diensten kommen oder andere Betriebssysteme als Windows haben, werden gesichert – sie müssen nur auf dem lokalen Hyper-V-Host registriert sein, auf dem das Produkt installiert wurde. Für die Unterstützung externer Hosts mit ihren Gastsystemen (also etwa virtuelle Server, die bei einem Internet-Provider gemietet werden) ist ein Upgrade auf Paragon Protect & Restore erforderlich.

Das Absichern der Hyper-V-Gastsysteme kann auf verschiedene Ziele angewendet, die Gäste später wieder hergestellt werden. Der im virtuellen Laufwerk gesicherte Linux-Client kann dann zum Beispiel auf dem früheren Windows-Thin-Client wieder zum Leben erweckt werden – Voraussetzung ist nur die Registrierung der Maschine im Hyper-V-Server.

Wer die Sicherung in Paragons eigenem Format für virtuelle Disks, pVHD, vornimmt, kann die Inhalte auch komprimieren, verschlüsseln oder die Backup-Images teilen. Ein Dateiübertragungsassistent hilft dabei, und so können Images ganzer Rechner oder einzelne Dateien restauriert werden.

Paragon Harddisk Manager 14 Hyper-V
Die Hyper-V-Variante des Paragon-Festplatten-Managers 14 steht jetzt als Preview bereit (Bild: Paragon Software).

Die Software benötigt entweder Windows 8.1 mit der Rolle Hyper-V, Windows Server 2008 R2 mit der Rolle Hyper-V oder Windows Server 2012 R1/R2 mit der Rolle Hyper-V. Die kostenlose Preview steht bis 3. Juli zum Download bereit, die Vollversion ist danach käuflich zu haben.

Die Endversion wird dann als Privatkundenlizenz 39,95 Euro kosten, eine Familienlizenz für drei PCs in einem Haushalt 59,95 Euro. Die Lizenzbestimmungen für die Versionen Business und Premium sind etwas komplizierter, abhängig von der Zahl der unterstützten Server und Workstations sowie Unternehmensstandorte beziehungsweise Lizenzlaufzeiten. Die Preise beginnen bei 299 Euro, mit Technikerlizenz für 539 Euro in der Business-Variante sowie bei 1099 Euro in der Premium-Version (bei bis zu 20 Servern und 200 Workstations).

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