Univention erneuert sein Thin-Client-Betriebssystem

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Mit Variante 2.0 des “Corporate Client” lässt sich das Betreiben von Rechner-Images besser steuern. Das jetzt integrierte RDP-Protokoll hilft, auch ältere Windows- und Mac-Systeme als Clients zu nutzen. Zudem wurden viele enthaltene Open-Source-Komponenten aktualisiert.

Univention hate eine neue Version seines Client-Betriebssystems Univention Corporate Client (UCC) veröffentlicht. UCC ist auf der Linux-Distribution Ubuntu aufgebaut, Version 2.0 aktualisiert den Linux-Unterbau auf den Stand von Ubuntu 14.04 LTS. Das soll für bessere Hardware-Unterstützung sorgen. UCC 2.0 ist auch mit einem Einrichtungsassistenten ausgestattet, der durch die Konfiguration von Clients führt. Er erledigt dann “den Rest” im Hintergrund.

UCC2-Assistent
Der vereinfachte Einrichtungs-Assistent bindet verschiedenste Systeme in die zentrale Verwaltung der Untrnehmens-IT ein (Bild: Univention).

Als wichtigste Erweiterung seiner Software sieht der Hersteller die Nutzung des RDP-Protokolls. Das Einrichten und Betreiben von Terminal-Diensten mit Hilfe der Software soll so die zentrale Bereitstellung von Remote-Desktops über den Server erleichtern und verbessern – und dabei zudem die bereitstehenden Bandbreiten effizienter an die Clients verteilen können.

Über RDP können Anwender von Windows- oder Mac-OS X-Systemen aus auf Remote-Desktops zugreifen. In UCC kommt dafür als Standard-Client NeutrinoRDP zum Einsatz.

Die komplett auf Open Source aufbauende Lösung enthält ein neues Modul für die zentrale Verwaltungsoberfläche “Univention Management Console” (UMC), über das sich sämtliche UCC-Images verwalten lassen. UCC stellt am Client wahlweise einen vollwertigen Arbeits-Desktop bereit oder ermöglicht per Remote-Desktop den Zugriff auf einen Terminalserver.

Die richtlinienbasierte Konfiguration der Clients soll nachträgliche Anpassungen der Einstellungen weitgehend überflüssig machen. So lässt sich beispielsweise der (aus lizenzrechtlichen Gründen nicht mitgelieferte) Citrix Receiver ohne Unterbrechung des Setup-Prozesses mit wenigen Klicks integrieren.

Optimiert hat der Hersteller auch den UCC-Image-Build-Prozess: Die Client-Images werden kleiner. Zu den Neuerungen des UCC gehört zudem die Möglichkeit, als Admin den Bootvorgang der Client-Rechner zentral aus der Managementkonsole UMC heraus zu beschleunigen, indem PXE-Boot abgeschaltet wird. Die Einrichtung verschlüsselter Festplatten erfolgt direkt in der UMC-Oberfläche, Print-Server oder per CIFS eingebundene Heimatverzeichnisse und Proxy-Settings lassen sich jetzt ebenfalls zentral über Policies konfigurieren.

Mit der Version UCC 2.0 wird eine ganze Reihe von enthaltenen Open-Source-Lösungen aktualisiert. Neben Ubuntu (jetzt mit Linux-Kernel 3.13) verwendet die Software die KDE-Oberfläche; sie wird in der Version 4.13 ausgeliefert und der X-Server auf den Stand 1.15 gebracht. Außerdem bringt der Client das Office-Paket LibreOffice 4.2.3 und den jeweils aktuellsten Firefox-Browser mit.

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