Tado schließt Crowdfunding für Klimaanlagensteuerung via Cloud erfolgreich ab

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Box und App von Tado steuern inzwischen nicht mehr nur die Heizung - die logische Weiterentwicklung war die Steuerung von Klimaanlagen (Bild: Tado).

Das Münchner Start-up ist bereits früher mit seinem Ansatz zur Heizungssteuerung bekannt geworden. Mit der Finanzierungskampagne auf Kickstarter hat es jetzt einen weiteren, wichtigen Schritt auf dem Weg zur Zentrale für die Hausautomatisierung gemacht. Demselben Ziel dient auch die Integration mit Apples HomeKit.

Tado hat eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter erfolgreich abgeschlossen. Mit gut 204.000 Dollar von über 1600 Unterstützern wurde das ursprünglich anvisierte Ziel deutlich übererfüllt. Und auch das erhöhte Funding-Ziel von 200.000 Dollar wurde erreicht. Somit steht auch das Geld für die Integration in Apples Homekit zur Verfügung.

Box und App von Tado steuern inzwischen nicht mehr nur die Heizung - die logische Weiterentwicklung war die Steuerung von Klimaanlagen (Bild: Tado).
Box und App von Tado steuern inzwischen nicht mehr nur die Heizung – die logische Weiterentwicklung war die Steuerung von Klimaanlagen (Bild: Tado).

Außerdem hat das Münchner Start-up mit der Kickstarter-Kampagne den ersten Schritt auf den US-amerikanischen Markt getan. Für den – aber nicht nur für den -, eignet sich auch das nächste Produkt des Unternehmens, dass bereits 2012 für seine Heizungssteuerung über die Cloud viel Lob erhalten hat.

Das Besondere daran war die Lernfähigkeit der aus App und “Connector Kit” genannten Box im Haus. So bleibt die Steuerung nicht dem mehr oder weniger zuverlässigen Gedächtnis des Nutzers überlassen, sondern wird aufgrund von einmal gemachten Vorgaben und dem Verhalten aller – zumindest aller Smartphone-besitzenden Nutzer – im Haus optimiert und schließlich automatisiert.

Mit dem eingenommenen Kapital soll nun die Vermarktung von Tado Cooling angegangen werden. Das bereits seit einigen Wochen verfügbare Produkt bringt Intelligenz in Klimaanlagen. Die Münchner versprechen, dass sich die Anschaffung durch die bei den Stromkosten erzeilbaren Einsparungen schnell lohnt – pro Jahr könnten das einige hundert Dollar sein. Während Tado mit seiner App zur Heizungssteuerung bisher in Deutschland und Großbritannien recht erfolgreich ist, könnte die Klimasteuerung in den mit Klimaanlagen reichlich gesegneten USA zum Kassenschlager werden.

Anlass zu großen Hoffnungen gibt auch die geplante und dank der erfolgreichen Finanzierungsrunde auch mögliche Integration in Apples Homekit. Dies hat Apple für iOS 8, das im Herbst verfügbar wird, angekündigt. Hinter dem Begriff verbirgt sich im Wesentlichen eine Reihe von Software-Features mit denen Apple seine Präsenz im Smart-Home-Bereich ausdehnen will. Kurz gesagt erleichtert Homekit die Kommunikation zwischen Geräten von Apple und denen aus dem Smart-Home-Umfeld. Parallel sucht der Konzern den Kontakt zu Anbietern von “smarten” Thermostaten, netzwerkfähigen Glühbirnen und “smarten” Schließanlagen.

In seine Box wird Tado Homekit bis zum Herbst 2014 integriert haben. Der wesentliche Vorteil für Apple-Nutzer ist dann das nahtlos erscheinende Zusammenspiel. Ein Beispiel dafür ist die Möglichkeit, in der Tado-App via Sprachbefehlen an Siri vordefinierte Aktionen auszulösen: Etwa kann durch den Satz “Ich gehe jetzt ins Bett” die Temperatur im Wohnzimmer nach oben oder unten angepasst werden – je nachdem, ob dann weniger gekühlt oder geheizt werden muss. Und mittelfristig eröffnet die Integration in Homekit für Tado natürlich auch die Möglichkeit, Synergien mit anderen Geräteherstellern aus dem Smart-Home-Bereich zu erschließen.

Bereits vor der Crowdfunding-Kampagne hat Christian Deilmann, einer der Tado-Gründer, im Videointerview mit ITespresso den Ansatz des Unternehmens, die weiteren Pläne sowie die Möglichkeiten für Verbraucher erklärt, ihre Nebenkostenabrechnung freundlicher zu gestalten.

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