Big-Data-Spezialist geht von Brasilien als WM-Gewinner aus

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Microsoft-Forscher David Rothschild geht von Brasilien als WM-Gewinner aus (Bild: Shutterstock / Mangostock)

Microsoft-Forscher David Rothschild hat seine Big-Data-Analyse-Methode “PredictWise” auf die Fußball-Weltmeisterschaft angewandt. Zuvor war er damit bereits bei den US-Präsidentenwahlen 2012 und der Oscar-Verleihung 2014 sehr nah am tatsächlichen Ergebnis. Doch bei der WM-Vorhersage gibt es ihm zufolge besondere Tücken.

David Rothschild, Microsoft-Forscher und Ökonom aus New York, hat mit seiner Big-Data-Analyse PredictWise ermittelt, dass Brasilien mit einer Wahrscheinlichkeit von 23,9 Prozent 2014 Fußball-Weltmeister wird. Deutschland hat demnach nur eine Chance von 12,6 Prozent. Es liegt liegt hinter Argentinien (18,2 Prozent) und Spanien (13,6 Prozent). Vor dem WM-Aus von Nationalspieler Marco Reus lag Deutschland noch auf Rang drei.

Microsoft-Forscher David Rothschild geht von Brasilien als WM-Gewinner aus (Bild: Shutterstock / Mangostock)

Für seine Prognose setzt Rothschild auf Big Data. Mit seiner Methode “PredictWise” hat er bereits bei den US-Präsidentschaftswahlen 2012 und der Oscar-Verleihung 2014 gezeigt, dass er äußerst zuverlässig sein kann.

Rothschild wertete diesmal vor allem Daten von Glücksspiel-Seiten, von YouTube-Videos sowie Erwähnungen auf Sozialen Netzwerken wie Twitter aus. Auf diese Weise konnte er bei der US-Präsidentschaftswahl 2012 die Resultate aller Staaten bis auf einen korrekt vorhersagen. Dieses Jahr lag er bei 21 von 24 Kategorien der Oscar-Verleihung richtig.

Allerdings gestaltet sich die Vorhersage des Fußball-Weltmeisters komplizierter. Normalerweise sei Sport extrem vorhersehbar, schreibt Rothschild. Auf die WM-Endrunde treffe das allerdings nicht zu, da sie nur alle vier Jahre stattfindet und somit weniger Daten zur Verfügung stehen.

Dass zudem jedes Spiel die Prognose verändern beziehungsweise verfeinern kann, schreckt ihn nicht ab. “mit der die Zeit lernen wir mit den Daten, die uns zur Verfügung stehen, auch unvorhersehbare Ereignisse vorherzusagen”, erklärt er. Davon können auch Unternehmen profitieren, denn die Erkenntnisse, die daraus gezogen werden, können bei ähnlichen Fragestellungen helfen.

Rothschild verwendet für seine Big-Data-Analyse nicht nur Zahlen aus den bereits genannten Quellen, sondern greift auch auf eine Vielzahl von historischen Daten und Statistiken zurück. Aus der Datenansammlung stellt er Zusammenhänge her, um eine Infrastruktur aufzubauen, mit der er einmal gemachte Vorhersagen laufend aktualisieren kann.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland das erste WM-Spiel gegen Portugal gewinnt, liegt übrigens bei 44,1 Prozent. Für eine deutsche Niederlage ermittelt Rothschild eine Wahrscheinlichkeit von lediglich 26,2 Prozent.

[mit Material von Andre Borbe, silicon.de]

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