Juni-Patchday: Microsoft kündigt Updates für Windows, Internet Explorer und Office an

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Microsoft-Patchday (Bild: silicon)

Eine seit Kurzem bekannte Zero-Day-Lücke im Microsoft-Browser wird dadurch unter anderem geschlossen. In allen Windows-Versionen sowie in Office 2007 und 2010 befinden sich kritische Schwachstellen. Auch die Lync-Versionen 2007, 2010 und 2013 enthalten Anfälligkeiten.

Am kommenden Patch-Dienstag wird Microsoft insgesamt sieben Sicherheitsupdates zur Verfügung stellen. Darunter sind zwei Patches, die als kritisch klassifizierte Lücken in Windows, Internet Explorer, Office und Lync schließen sollen. Angreifer können durch deren Ausnutzung unter Umständen Schadcode einschleusen und ausführen.

Microsoft Februar-Patchday

Das Sicherheitsupdate für den Microsoft-Browser korrigiert unter anderem die Anfälligkeit mit der Kennung CVE-2014-1770, die das Sicherheitsunternehmen Tipping Point bereits vor etwa sechs Monaten entdeckt und dem Softwarekonzern aus Redmond gemeldet hatte. Die Schwachstelle steckt in den Versionen 6, 7, 8, 9, 10 und 11. Microsoft sind nach eigenen Angaben bisher noch keine Attacken auf das Leck bekannt.

Der zweite Patch bezieht sich auf eine ungewöhnlich große Zahl von Microsoft-Produkten. Das Update soll nicht nur Fehler in Windows Vista, 7, 8 und 8.1 sowie in Windows Server 2003, 2008 und 2008 R2 sowie 2012 und 2012 R2, aber auch in Windows RT und RT 8.1 beseitigen, sondern ebenso in Office 2007 und 2010, Live Meeting 2007 sowie Lync 2010 und 2013. Weiterhin sehen die Redmonder ein Update für Word 2007 und das Office Compatibility Pack, drei weitere Fixes für Windows sowie einen für Lync Server 2013 vor.

Der Juni-Patchday wird zudem wieder eine neue Version des Windows-Tools zum Entfernen bösartiger Software sowie mehrere nicht sicherheitsrelevante Updates bringen. Sie stehen alle am 10. Juni ab etwa 19 Uhr deutscher Zeit zum Download bereit. Da der Konzern im Vorfeld des Patchdays keine Angaben zur genauen Zahl der beseitigten Fehler macht, kann es durchaus sein, dass ein Patch gleich mehrere Schwachstellen behebt.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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