Intel plant die Einführung kabelloser PCs bis 2016

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Intel (Bild: Intel)

Als Unterbau soll der Broadwell-Nachfolger Skylake fungieren. Auf der Computex in Taiwan demonstriert Intel schon einmal ein kabelloses Display sowie kabellose Docking- und Ladefunktionen. Vorgesehen ist, dass sich Peripheriegeräte in Zukunft per WiGig-Standard mit dem Computer verbinden.

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Intel arbeitet aktuell an einem Referenzdesign für PCs, welches ohne Kabel auskommt. Es beruht auf dem unter dem Codenamen Skylake entwickelten Nachfolger seiner jüngsten Prozessorgeneration Broadwell. Skylake selbst soll voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2015 erscheinen – erste Geräte könnten in der Folge dann Anfang 2016 auf den Markt kommen.

Auf der Computex in Taiwan zeigte Kirk Skaugen, Senior Vice President und General Manager von Intels PC Client Group, ein kabelloses Display sowie kabellose Docking- und Ladefunktionen. Somit würden auch die letzten heute noch in einer PC-Umgebung gebräuchlichen Kabel wegfallen.

Bildschirme und Peripheriegeräte können sich auf eine kurze Distanz automatisch über den schnellen WiGig-Standard mit einem PC verbinden. Befindet sich das Gerät nicht mehr im Umkreis des Computers, wechselt es wieder in den Standalone-Modus. WiGig erlaubt Datenübertragungsraten von bis zu 7 GBit pro Sekunde (896 MByte pro Sekunde).

Hinsichtlich der kabellosen Stromversorgung hat Skaugen die auf Nahfeld-Magnetresonanz beruhende Ladetechnik Rezence vorgestellt. Gefördert wird sie durch die Alliance 4 Wireless Power (A4WP). Sie konkurriert mit älteren Ansätzen wie dem Qi-Standard des Wireless Power Consortium, dem unter anderem Samsung, LG, Huawei, Motorola, Panasonic, Sony und Verizon Wireless angehören.

Auf der Computex hat Intel auch einen Tisch mit dem auf Nahfeld-Magnetresonanz beruhenden Ladesystem Rezence gezeigt (Bild: CNET).
Auf der Computex hat Intel auch einen Tisch mit dem auf Nahfeld-Magnetresonanz beruhenden Ladesystem Rezence gezeigt (Bild: CNET).

Laut der im Februar aktualisierten Spezifikation liefert Rezence maximal 50 Watt. Damit soll es nicht nur Smartphones und Tablets laden, sondern auch Notebooks. Das System kann unter einem Tisch installiert werden und lädt sogar durch eine 2 Zentimeter dicke Holzplatte hindurch. Im Gegensatz zu einer induktiven Ladetechnik kann Rezence zudem mehrere Geräte parallel mit Strom versorgen.

Zu den Mitgliedern der A4WP gehören unter anderem Asus, Dell, Fujitsu, Lenovo, Logitech, Panasonic und Toshiba. Die Technik soll überdies in austauschbare Handy-Cover, Radiowecker und Fahrzeuge integriert werden. Durch eine Kooperation mit der Power Matters Alliance strebt A4WP außerdem eine möglichst große Kompatibilität an, welche dem Standard zu einer hohen Verbreitung verhelfen könnte.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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