Firmen sehen Hackerangriffe als Hauptgefahr beim Cloud Computing

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Cloud-Dienste mit Bedacht auswählen (Bild: Shutterstock / Sergey Nivens)

Das berichtet die Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit (NIFIS) unter Berufung auf eine Umfrage bei deutschen Unternehmen. 58 Prozent der Befragten halten das Risiko durch Angriffe von außen für höher als beim Datendiebstahl durch Mitarbeiter. 51 Prozent fürchten sich vor der Veröffentlichung erbeuteter Informationen durch Dritte.

Ein großer Teil der deutschen Unternehmen ist besorgt, das Arbeiten in der Cloud könne dazu führen, dass wichtige Daten Angreifern zum Opfer fallen. Das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage des Vereins Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. (NIFIS). Im Werk “IT-Sicherheit und Datenschutz 2014” veröffentlicht die Selbsthilfeorganisation der deutschen Industrie das Ergebnis einer Befragung auf der Sicherheitsmesse it-sa. 58 Prozent der Unternehmen sehen demnach in Hackern das Hauptrisiko beim Cloud Computing.

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58 Prozent der Befragten Firmen fürchten Hackerangriffe, 51 Prozent den Verlust der Kontroll über ihre Daten (Bild: NIFIS)

Als Gefahr sehen sie die Befragten nicht nur den Zugriff auf geheime Informationen, sondern auch die Manipulation der Daten. Kontrollverlust über die eigenen Informationen fürchten 51 Prozent der Befragten. Dass Verschlüsselung nur teilweise Schutz vor kriminellen Übergriffen bietet, glauben immerhin 21 Prozent. Selbst die Cloud-Anbieter sehen sie argwöhnisch: 36 Prozent unterstellen ihnen, dass sie zu sorglos mit den ihnen anvertrauten Daten umgehen.

Zwar sei das Cloud-Computing “zweifelsohne ein großer Technologiesprung hin zu einer effizienten und Ressourcen schonenden Datenverarbeitung”, erklärt Thomas Lapp, Rechtsanwalt und Vorsitzender des NIFIS e.V., doch müssten die Firmen mehr auf die Gefahren aufmerksam gemacht werden.

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79 Prozent der Studienteilnehmer wählen ihren Cloud-Anbieter mit Blick auf dessen Vertrauenswürdigkeit beim Datenschutz aus (Bild: NIFIS).

Dass viele die Gefahren bei der Auswahl von Software und Services bereits berücksichtigen, zeigt ein Blick auf die Erwartungen der Befragten: 89 Prozent sehen, dass der Schutz vor Hackerangriffen und Ausspähung “eine neue Bedeutungsdimension” erreicht hat, 70 Prozent glauben dagegen, dass bald “ausreichend Sicherheit beim Nutzen von Cloud Computing” besteht, und ganze 79 Prozent wählen ihren Cloud-Anbieter schon nach dessen Glaubwürdigkeit in puncto Datenschutz aus.

Dass vor allem Cloud-Dienstleister bedroht sind, die ihre Server in den Vereinigten Staaten oder Großbritannien betreiben, aber auch US-Unternehmen in europäischen Ländern, die der US-Regierung auf alle Daten Zugriff gewähren müssen, gibt einem Viertel (25 Prozent) der deutschen Unternehmen Grund, derzeit komplett die Nutzung US-amerikanischer Anbieter zu meiden. Wirtschaftsspionage würde hier als Terrorismusbekämpfung verkleidet, schimpft die Initiative.

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