Blukii reduziert Energiebedarf seines funkenden Bewegungs- und Temperatursensors

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Blukii SmartBeacon

Der “Blukii“, ein Entwicklerbausatz mit Sensoren für Wearable-Computing-Anwendungen, hat ein Energie-Management-System erhalten. Die größte Hürde für sinnvolle Lösungen war die begrenzte Batterielebensdauer. Mit dem jetzt entstandenen Blukii-SmartBeacon zielt der Schwarzwälder Hersteller auf neue Anwendungsgebiete.

Der Blukii-SmartBeacon der Firma Schneider ist eine runderneuerte Variante der offenen Hardware-Plattform Blukii. Das Blukii-Modul mit integriertem Bewegungs- und Temperatursensor soll Entwicklern helfen, neue Geschäftsideen umzusetzen: Vom Schrittzähler im Schuh bis zum Kühlschrank-Defekt-Erkenner oder einer Diebtahlschutzlösung reichen die möglichen Anwendungsgebiete.

Blukii-Outlook-Transfer
Kalenderdaten aus Outlook oder Google Calendar können Stromspar-Zeitschaltungen zum Bluetooth-System übertragen (Bild: Blukii).

Die Module für NFC oder Bluetooth leiten gemessene Informationen weiter, und Softwarebibliotheken schaffen die passende Anwendung. Aber das Weitergeben der Daten kostet Strom. Um diese Problem zu minimieren hält der Bluetooth- und Sensor-Baustein SmartBeacon nun länger durch als sein Vorgänger. Erreicht wird das zum Beispiel dadurch, dass statt permanent ein elektronisches Signal an Smartphones oder Tablets zu senden, die Ausstrahlungen nun über einen Outlook- oder Google-Kalender auf bestimmte Zeiten eingeschränkt oder in den Energie sparenden Stock-Mode geschaltet werden können.

Die “Blukii SmartBeacon Configurator“-Software überträgt die Kalenderdaten in eine Tabelle und übergibt sie an eine Funk-Schnittstelle des Geräts. So lässt sich beispielsweise nachts und an Wochenenden viel Energie sparen und die Batterielebensdauer ungefähr verdoppeln.

Eine andere Möglichkeit ist die Anpassung des Sende-Intervalls auf bestimmte Empfangsgeräte. Apple zum Beispiel gibt für den iBeacon ein Sendeintervall von 0,1 Sekunden vor. Viele Anwendungen kommen mit weitaus längeren Intervallen aus – das spart wieder Strom.

Blukii SmartBeacon

Das System kann inzwischen auch mit leistungsfähigeren Akkus oder Batterien ausgestattet werden. Während die meisten Beacon nur 200 mAh nutzen, wird im Blukii SmartBeacon eine Batterie mit einer Kapazität von 1350 mAh verwendet.

Durch alle Energiesparmaßnahmen und mit Optimierung auf eigene Anwendungen könne eine Lebensdauer-Verlängerung um das 120fache erreicht werden, abhängig natürlich davon, wann und was der Beacon sendet. Er verbraucht dabei unter zwei Mikro-Ampere und nutzt zum Senden einen 2,4-GHz-Niedrigenergie Bluetooh-SoC (“System-on-a-Chip“).

Der Blukii SmartBeacon 1.0 misst 3,7 mal 2,4 mal 4,0 Zentimeter, ist schockresistent bis zu 10.000 G, kann durch Schütteln auch händisch zwischen Stromsparmodus und voller Sendeleistung umgeschaltet werden und Daten zudem über einen AES-Hardware-Verschlüsselungs-Chip chiffrieren. Er enthält acht KByte RAM und 256 KByte programmierbaren Flash-Speicher.

Das Hardware-Modul kostet einzeln 47,48 Euro, beim Kauf von zehn Stück sinkt der Preis auf 35,58 Euro pro Exemplar. Das komplette Entwicklungskit kostet 117,81 Euro und enthält Technology Modules für Bluetooth smart und NFC, Carrier Products zum Tragen der Technology Modules, Ersatzteile, Battery Changer zum Wechseln der Blukii-Batterie sowie die Entwicklungssoftware.

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