Acronis überarbeitet seinen Disk Director

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Acronis Disk Director

Version 12 des Speichermedien-Managers bietet neue Funktionen für Partitionsänderungen, Festplattenmanagement, Datenschutz und für das Erzeugen von bootbaren Platten, Sticks und anderen Medien. Acronis Disk Director 12 unterstützt auch neuere UEFI-Mainboards.

Acronis veröffentlicht den Disk Director 12. Er nutzt die Weiterentwicklung der “AnyData Engine”, die alle Daten gleich behandelt, egal wo und wie sie gespeichert werden.

Acronis Disk Director 12: Bootable Media
Disk Director 12 kann bootbare Medien erzeugen und Laufwerke sichern, wiederherstellen oder beliebig verändern. (Bild: Acronis)

Die neue Software optimiert gleichzeitig die Festplattennutzung und verteilt dabei Daten über mehrere Volumes auf einer einzigen Festplatte – im Grunde handelt es sich um eine “umgedrehte” Virtualisierung: Statt viele Laufwerke in einem virtuellen zu sammeln, geht es zusätzlich den umgekehrten Weg.

Nat Maple, Senior Vice President & General Manager, Global Consumer Business, Acronis: “Da die meisten Computer heute mit einer einzigen, großen Festplattenpartition ausgeliefert werden, besteht die einfachste Form der Absicherung in der Erstellung verschiedener logischer Partitionen für das Betriebssystem und für persönliche Daten. So sind die Daten geschützt, wenn es beim Betriebssystem zu Fehlern oder Virenbefall kommt.”

Die Software verwaltet mehrere künstlich geschaffene Platten und schafft es, selbst auf den virtuellen Laufwerken Partitionen zu erzeugen. Nachträgliche Partitionsänderungen bleiben nicht an Hardware-Problemen hängen. Neue Datenschutztechniken können die verwalteten echten und virtuellen Laufwerke absichern.

Disk Director 12 Recovery Expert
Der Acronis Recovery Expert als Teil des neuen Disk Directors holt verlorene Volumes zurück. (Bild: Acronis)

Enthaltene Werkzeuge der neuen Version können Platten partitionieren, formatieren, verändern, klonen, installieren, booten, konvertieren, sowie Daten oder Festplattenpartitionen ohne Datenverlust freigeben. Partitionen lassen sich ausweiten, zusammenzuführen, teilen, kopieren und verschieben.

Durch die – wie Hardware-Platten wirkenden – virtuellen Aufteilungen lässt sich die Nutzung von Speicher und Computer besser optimieren und beliebig verteilen.

Disk Director 12 funktioniert nun in allen Windows-Versionen, auch den neuesten Windows-8-Varianten. Die Hardware-Unterstützung wurde von BIOS auf UEFI ausgeweitet, der Disk Director kann dadurch auch bootende Medien für neueste PC-Boards herstellen. Die Software soll unabhängig von der genutzten Hardware laufen, damit Wiederherstellungen verlorener Daten auch auf anderen Systemen (oder Subsystemen) möglich sind.

Der in der Software enthaltene “Acronis Recovery Expert” stellt Partitionen wieder her oder erzeugt neue Festplatten, um auf dem Basis-MBR-Laufwerk ein Volume wiederherstellen können, wenn dieses irrtümlich gelöscht oder beschädigt wurde.

Der Hersteller offeriert auch eine “Advanced”-Version für Workstations und Server in größeren Unternehmen. Auch sie soll noch diesen Sommer verfügbar sein. Die Server-Management-Lösung offeriert Zusatzfunktionen wie die Unterstützung weiterer Dateisysteme, ein Kommandozeilen-Interface und Skript-Unterstützung.

Das Programm kostet 39,95 Euro für einen PC, in der Lizenz für drei PCs 69,95 Euro. Eine kostenlose Testversion steht zum Download bereit. Der Preis für die Advanced-Version steht noch nicht fest.

Ein Update von Disk Director 11 auf 12 ist kostenlos, heißt es in der Marketing-Aussendung, auf der Website ist allerdings ein Update-Preis von 29,95 Euro verzeichnet. Die deutschen Acronis-Ansprechpartner waren zu Redaktionsschluss auf Geschäftsreise in den USA und konnten daher nicht kommentieren – die US-Pressemeldung spricht allerdings von kostenfreien Updates.

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