Linux Mint 17 Qiana ist nun als Final erhältlich

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Die stabile Version von Linux Mint Qiana steht ab sofort als 32- und 64-Bit-Variante mit den zwei Desktop-Umgebungen Mate und Cinnamon zum Download bereit. Die Version beruht auf Ubuntu LTS und wird bis 2019 mit Sicherheitsupdates unterstützt.

Die finale Version von Linux Mint 17 Qiana steht ab sofort als 32- und 64-Bit-Variante zum Download parat. Die laut Distrowatch.com beliebteste Linux-Version ist auch weiterhin mit zwei Oberflächen erhältlich. Die Cinnamon-Variante basiert auf GNOME3, während die Variante Mate auf GNOME 2 beruht.

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Der Cinnamon-Desktop ist im neuen Linux Mint 17 in der Version 2.2 verfügbar (Bild: ZDNet.de).

Bei den etwa 1,2 GByte großen Imagedateien der beiden zum Download angebotenen Editionen handelt es sich um hybride ISO-Abbilder, die entweder auf DVD gebrannt oder anhand des Unix-Befehls dd auf einen USB-Stick kopiert werden können. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn bereits zuvor Ubuntu installiert wurde. Denn obwohl beide Varianten zum UEFI-Bootsystem kompatibel sind, sollte man sie nicht zusammen mit dem Debian-basierenden Ubuntu installieren, da sich das Bootverzeichnis auch bei der neuen Linux-Mint-Version immer noch ‘Ubuntu’ nennt und es aus diesem Grund zu Konflikten kommen kann.

Die Cinnamon-Edition präsentiert sich unter anderem hinsichtlich der verfügbaren Einstellungsoptionen jetzt einheitlicher und ist besser kategorisiert als die Vorgängerversionen. Auch die Einstellungen für den Bildschirmschoner und das Energiemanagement sind verbessert worden und wirken aufgeräumter. Die Datums- und Uhrzeiteinstellungen haben ebenfalls Verbesserungen erfahren: Sie sind nun sinnvoller und einheitlicher umgesetzt.

Zudem haben die Entwickler die Systray-Icons in der Cinnamon-Taskleiste in der aktuellen Version flexibler und besser zugänglich angelegt. Darüber hinaus unterstützt Linux Mint 17 den HiDPI-Modus und somit Retina-Displays. Wesentlich nutzerfreundlicher präsentieren sich überdies die sogenannten “Aktiven Ecken”.

Wer sich während der Installation für die Anfang März veröffentlichte Desktop-Umgebung Mate 1.8 entscheidet, bekommt eine Arbeitsumgebung, die gegenüber Cinnamon 2.2 weniger generalüberholt wirkt. Mate ist jedoch nicht nur für Nutzer die richtige Wahl, die Anhänger der GNOME-2-Desktops sind, sondern auch für Anwender, die über Geräte mit begrenzter Hardwareausstattung verfügen. Mate läuft im Test der ITespresso-Schwestersite ZDNet etwa auf dem Netbook-Modell Samsung N150 Plus trotz beschränkter CPU- und Grafikressourcen sehr performant.

Darüber hinaus bietet Linux Mint 17 Qiana ein neues Tool zur Treiberverwaltung an, das das Ubuntu-Utility Jockey ersetzen soll. In ersten ZDNet-Tests wirkte der Driver Manager nicht nur optisch ansprechender, sondern funktionierte dabei auch zuverlässiger als das Vorgänger-Tool. So konnte es mit Jockey beispielsweise zu Problemen bei proprietären ATI-Treibern für Radeon-Grafikeinheiten kommen, wenn diese auf Netbooks oder Subnotebooks im Zusammenspiel mit AMD/ATI-Chipsätzen installiert wurden. Der neue Mint Driver Manager scheint solche Treiber dagegen ordnungsgemäß zu installieren und zum Laufen zu bringen.

Linux Mint 17 Qiana beruht auf den LTS-Distributionen von Ubuntu (Long-Term Support). Das heißt, dass dieser Release bis 2019 mit Sicherheitsupdates versorgt wird. Größere Patches für das Programmpaket an sich und auch sogenannte Backports werden durch die Entwickler lediglich bis 2016 gewährleistet.

Für den reibungslosen Betrieb von Linux Mint 17 Qiana empfehlen die Entwickler einen PC mit x86-CPU (32- oder 64-Bit), 1 GByte Arbeitsspeicher sowie eine Festplatte mit mindestens 7 GByte freiem Speicherplatz (20 GByte empfohlen) und eine Grafikkarte, die eine Auflösung von mindestens 800 mal 600 Bildpunkten liefert. Für die Installation wird ein CD-Laufwerk oder ein USB-Stick benötigt. Die Installation in einer virtuellen Umgebung ist etwa mit Hilfe von Virtualbox möglich. Wie das genau geht, haben die Kollegen der ITespresso-Schwestersite ZDNet in einem Hands-on-Artikel beschrieben.

[mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

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