Protonet kündigt Personal Cloud Server für Kleinstunternehmen an

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Das Hamburger Start-up startet für ihn und den Aufbau eines Vertriebs demnächst seine zweite Crowd-Finanzierungsrunde. Ziel ist diesmal eine Summe von 1,5 Millionen Euro. Damit soll der “Maya” genannte “einfachste Server der Welt” produziert und dann zu einem Einstiegspreis von 1200 Euro vermarktet werden.

Die Firma Protonet startet am 4. Juni 2014 um 12 Uhr auf Seedmatch ihre zweite Finanzierungsrunde. Sie sammelt damit Geld für einen zunächst als Maya bezeichneten Personal Cloud Server. Zielgruppe für das Produkt sind Kleinstunternehmen und Selbständige, ihnen verspricht das Hamburger Start-up den “einfachsten Server der Welt”.

Mit der "Maya" genannten Neuauflage seines Personal Cloud Servers will Protonet Kleinstunternehmen und Selbständige ansprechen (Bild: Protonet).
Mit der “Maya” genannten Neuauflage seines Personal Cloud Servers will Protonet Kleinstunternehmen und Selbständige ansprechen (Bild: Protonet).

Bereits im vergangenen Jahr hatte Protonet bei der Finanzierung der Modelle “Carla” und “Carlita”, die ab 4700 und 3000 Euro erhältlich sind, einen beachtlichen Erfolg gefeiert. Das nun geplante, mit einem Preis von 1199 Euro deutlich günstigere Modell “Maya” soll es Kleinstunternehmen und Selbständigen, die nach Aussagen des Unternehmens “in einer immer digitaleren Welt einen dringenden Bedarf an leistbarer und einfacher IT-Infrastruktur haben, sich aber oftmals keine größere Systeme leisten können”, ersparen, auf die Cloud mit all ihren Nachteilen ausweichen zu müssen.

Mit den Protonet-Servern lässt sich wie mit Cloud-Angeboten arbeiten, die Daten liegen aber im eigenen Büro. Ähnliche Konzepte haben zwar auch schon klassische IT-Hersteller wie Western Digital oder D-Link erdacht und vermarktet, als großen Vorteil gegenüber solchen Angeboten, die sich aus mehreren Komponenten zusammensetzen, nennt Protonet die besonders einfache Bedienbarkeit – und das keinerlei Konfiguration erforderlich ist.

Mit dem Kapital aus dem Crowdfunding bei Seedmatch will Protonet Produktion und Auslieferung von “Maya” finanzieren, sowie Marketing- und Vertriebsmaßnahmen anstoßen und Vertriebspartnerschaften aufbauen. Übersteigt der vom Investor kommende Betrag 2000 Euro, bekommt er zum Investment eine Protonet-Box dazu.

Das kommende Modell “Maya” arbeitet mit einem Celeron-Prozessor von Intel und acht GByte RAM. Es kann mit bis zu einem TByte Speicher ausgerüstet werden – wobei noch nicht ganz klar ist, ob es sich dabei ausschließlich um herkömmliche Festplatten oder eine Kombination aus SSD und HDD handeln wird. Auch beim RAID-Level hat sich Protonet noch nicht endgültig festgelegt. Klar ist dagegen, dass sich der Server an Firmen mit bis zu 15 Mitarbeitern richtet. Die weiterhin erhältlichen, früher vorgestellten Modelle “Carla” und “Carlita” sprechen dagegen Organisationen mit bis zu 50 respektive 30 Mitarbeitern an. Updates liefert der Hersteller für alle Modelle kostenlos,

Protonet wurde 2012 in Hamburg gegründet. Die von ihm als Personal Server bezeichnete Produktkategorie bietet IT-Infrastruktur die ohne IT-Kenntnisse bedient werden kann und sich dauerhaft unabhängig nutzen lässt. Um die aktuelle Crowdfunding-Kampagne zu unterstützen, ist das Team mit seinen Produkten in der kommenden Woche in mehreren deutschen Städten unterwegs: Die Tour fängt am 26. Mai in Berlin und München an, weitere Stationen sind Köln und Hamburg am 27. Mai. Anmeldungen sind kostenfrei möglich, Details finden sich auf der Seedmatch-Site.

Die Personal Coud Server von Protonet im Vergleich (Screenshot: ITespresso bei Protonet.info)

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