SilentPower bringt Server-Leistung in Mini-PC

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Als kleinsten Highend-PC der Welt bezeichnet die Nürnberger FusionTech ihr Crowdfunding-Projekt. Auf der Gründerplattfom Startnext sammelt sie Geld für die Weiterentwicklung des Rechners, später über die Plattform Indiegogo für den Vertrieb. Er soll Windows 8.1 mit Hardwarekomponenten größerer Hochleistungs-Computer in minimalem Volumen unterbringen.

Einer Gruppe junger deutscher Ingenieure aus Nürnberg plant einen PC, der Profi-Leistung auf kleinsten Raum bringen soll und ohne Lüftergeräusche auskommt. Auf Anfrage erklärt das Unternehmen, man plane derzeit mit 7 mal 15 mal 10 Zentimetern Größe.

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Der SilentPower soll Highend-Leistung auf Handflächengröße konzentrieren (Bild: FusionTech).

Als Prozessor haben sich die Erbauer einen Intel-Core i7-4785T auserkoren, als Massenspeicher ein 500 GByte fassendes Solid State Drive, als Grafikkarte eine Nvidia GeForce GTX 850M. Der Arbeitsspeicher soll acht GByte groß sein und aus DDR3-RAM-Chips bestehen. Als Anschlüsse sind vier USB-3.0-Ports, je eine DVI- und eine HDMI-Schnittstelle sowie Audio-In und -Out und Ethernet vorgesehen.

Als Kühlung stellen sich die Techniker hinter dem SilentPower ein System vor, das per Kupferschaum die Wärme auf die große äußere Oberfläche ableitet. Stefan Klaußner von FusionTech über die lüfterlose Kältestrategie: “Die Luft dehnt sich im Inneren durch die Wärme aus und wird nach Außen gedrückt. Je wärmer es wird, desto stärker wird auch gekühlt.”

Nach außen hin zeigt der SilentPower eine rubinrote Lichtleiste; auf Wunsch seien auch andere Farben möglich, erklärt Klaußner. Ein Helligkeitssensor sorge dafür, dass der Lichteffekt immer zur Umgebung passt. So “glüht” die Lichtleiste am Tag, bei weniger Außenhelligkeit leuchtet sie schwächer.

Ein “Anwesenheitssensor” kann den PC aus dem Standbymodus zu wecken – wer ins Arbeitszimmer kommt, muss dann nicht mehr von Hand anschalten, wenn diese Funktion aktiviert ist. Ebenso kann eingestellt werden, dass der PC in den Ruhemodus fährt, sobald der User den Raum verlässt.

Noch ist der Rechner nicht erhältlich: Um bei der Finanzierung des Projektes weiterzukommen, müssen die Macher eine hohe Zahl von “Fans” nachweisen. Zwei Drittel der benötigten 100 Unterstützer haben sie bereits; um weiter finanziert zu werden, fehlen aktuell noch rund 30.

Als Finanzierungsbedarf sehen die Jungunternehmer eine Summe von 45.000 Euro. Wer jetzt mitmacht, erhält den Minirechner für 699 Euro, für 749 Euro gibt es schon ein Gerät mit Gravur, und für 1399 Euro verspricht FusionTech zwei SilentPower-Rechner.

Den Vertrieb packen die Ingenieure an, wenn die Bestellungen kommen. Klaußner zu ITespresso.de: “Sollten wir nur beispielsweise 80 Geräte vertreiben, können wir das auch selbst machen (für die erste Charge). Sollten wesentlich mehr Supporter den SilentPower wollen, müssen wir nochmals mit Distributoren sprechen.”

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