SicherheitSicherheitsmanagementStart-UpUnternehmenVenture Capital

Hamburger Start-up Secucloud hat zweite Finanzierungsrunde gestartet

1 0 Keine Kommentare

Es will Privatkunden und kleinen Unternehmen die Möglichkeit, ihr Netzwerk und ihre Endgeräte ohne Installation von Hard- und Software abzusichern. Es leitet dazu allen Datenverkehr über High-End-Sicherheitssysteme wie sie große Konzerne nutzen. Die stehen allerdings in der Cloud und lassen sich gemeinsam und daher günstig nutzen.

Secucloud hat auf der Crowdfunding-Plattform Seedmatch die zweite Finanzierungsrunde gestartet. Interessenten können die Geschäftsidee von Secucloud mit Beträgen ab 250 Euro in das Hamburger Start-up investieren. Das Funding-Ziel liegt im ersten Schritt bei 200.000 Euro. Der Betrag soll in erster Linie für die Markteinführung aufgewendet werden. 2013 konnte Secucloud bereits in weniger als zwei Tagen 500.000 Euro durch Privatinvestoren einsammeln, womit die Produktentwicklung finanziert wurde.

secucloud-logo

Das Ziel von Secucloud ist es, einerseits privaten Haushalte andererseits aber auch kleinen Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, ihr Netz und ihre Geräte mit High-End-Technologie zu schützen, wie sie nur großen Konzernen zur Verfügung steht.

Erreichen will das Hamburger Start-up das, indem es diese Technologie in der Cloud vorhält, betreut und den Kunden zur Verfügung stellt. Die müssen vergleichsweise wenig tun: Mit der “Secubox” bekommen sie ein Kästchen mit WLAN, drei Ethernet-Ports und USB-Anschluss. Sie baut ein VPN auf, durch das die Daten zum Secucloud-System in der Cloud geleitet werden. Filter und Benutzerprofile erlauben die Anpassung an das Nutzungsszenario.

Der Internetverkehr jedes Kunden wird dann in einer für ihn angelegten Private Cloud gebündelt und durch das von Secucloud betreute System geleitet. Aufgrund der so erzielten Skaleneffekte sollen Vertriebspartner den IT-Schutz künftig bereits ab circa fünf Euro im Monat anbieten können. Damit sollen nicht nur Computer oder derzeit bekannte Mobilgeräte Smartphones abgesichert sein, sondern auch solche, die erst künftig internetfähig werden. Die Secucloud-Macher denkend a vor allem an das “Internet der Dinge”.

Hinter Secucloud stehen mehrere in der IT-Sicherheitsbranche nicht ganz unbekannte Personen: Dennis Monner hat bereits den Firewall-Anbieter GateProtect gegründet, dessen Vorstandsvorsitzender einer lange Jahre war. Der Beiratsvorsitzende Mit Professor Norbert Pohlmann ist als Leiter des Fachbereichs Informatik für Verteilte Systeme und Informationssicherheit sowie als Direktor des Instituts für Internet-Sicherheit der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen bekannt. Er ist außerdem Mitglied in der Taskforce “IT-Sicherheit” und berät unter auch die Bundesregierung in IT-Sicherheitsfragen.

Im Beirat von Secucloud sitzen mit Ulf Heggenberger, Ex-Vodafone-Manager und ehemaliger Geschäftsführer des Telekommunikationsunternehmens EWE Tel, sowie Ilijana Vavan, die nicht nur lange Zeit bei Microsoft, sondern auch als Vice President bei Kaspersky Labs und zuletzt Vertriebsleiter beim Netzwerkanbieter Juniper war, eine Managerin mit Erfahrung im internationalen Geschäft.

Tipp: Wie sicher sind Sie bei der Sicherheit? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de

Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

Folgen