Autodesk will mit Softwareplattform und eigenem 3D-Drucker den Markt anschieben

DruckerWorkspace
Autodesk 3D-Drucker

Die vom CAD-Spezialisten angekündigte offene Softwareplattform Spark soll für den 3D-Druck werden, was Android für den Smartphone-Markt ist. Den eigenen 3D-Drucker sieht Autodesk lediglich als Referenzimplementierung, die andere nutzen und abwandeln dürfen. Der Schwerpunkt des Unternehmens bleibt auf der Software.

Autodesk hat eine Spark genannte, offene Softwareplattform für den 3D-Druck angekündigt. Als Referenzimplementierung wurde zudem ein eigener 3D-Drucker vorgestellt. Der auf CAD spezialisierte Softwarehersteller will mit ihm zeigen, wie seine Spark-Plattform und 3D-Drucker zusammenarbeiten können. Beides soll im Laufe dieses Jahr verfügbar werden. Der Preis des Druckers liegt voraussichtlich bei rund 5000 Dollar. Er richtet sich damit klar an professionelle Anwender.

autodesk 3d-drucker

“Seit Jahren bin ich fasziniert vom Versprechen und frustriert von der Wirklichkeit des 3D-Drucks”, schreibt Autodesk-CEO Carl Bass. Interessenten sollen Spark kostenlos lizenzieren können. Auch das Design des Druckers will Autodesk öffentlich zugänglich machen, um Weiterentwicklungen zu ermöglichen. Zusammen sollen Software und Drucker Produktdesignern, Hardwareherstellern, Softwareentwicklern und Materialwissenschaftlern dazu dienen, “die Grenzen der 3D-Drucktechnik weiter auszuloten”.

“Der Drucker wird außerdem eine große Vielfalt von Materialien verarbeiten können, die von uns und anderen hergestellt werden, und wir freuen uns auf viele Experimente mit neuen Materialien”, so Bass. Außerdem will das Unternehmen mit Hardwareherstellern zusammenarbeiten, um die Spark-Plattform in 3D-Drucker zu integrieren.

Als hinderlich bezeichnete der Autodesk-Chef im Gespräch mit dem Wall Street Journal, dass viele Hersteller von 3D-Druckern proprietäre Software mitliefern, denn das mache es komplizierter für die Nutzer. Manchmal seien sie sogar gezwungen, die Druckmaterialien vom gleichen Hersteller kaufen.

Bei der Vorstellung im Silicon Valley wurde deutlich, dass es dem Unternehmen trotz des “Ausflugs in die Hardware” vor allem um die Software geht. Carl Bass verglich Spark und Android, mit dem Google den Markt für Smartphones und Tablets angeschoben hat. Der eigene Open-Source-3D-Drucker sei ähnlich zu sehen wie Googles Nexus-Modelle, die neue Maßstäbe für die Geräte anderer Hersteller setzen sollen.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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