3D-Drucker: OMTEC liefert Plug-and-play-Modell für unter 600 Euro

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Da Vinci 1.0 3D-Drucker (Bild: OMTEC)

Der “da Vinci 1.0” erfordert laut Anbieter keine Montage und ist über USB 2.0 ansteuerbar. Das abgeschlossene System produziert 3D-Modelle mit bis zu 20 mal 20 mal 20 Zentimetern Größe. Die Zuführung des Druck-Filaments soll fast so einfach zu bedienen sein wie die Handhabung von Patronen im 2D-Drucker: Zugeführt wird der Kunststoff über Kassetten.

Der 3D-Drucker “da Vinci 1.0” von XYZprinting ist nun in Deutschland bei OMTEC für 599 Euro erhältlich. Das Unternehmen aus dem niedersächsichen Varel übernimmt Vertrieb, Service, Support, Garantieabwicklung und beliefert Käufer in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Druckmaterialien.

3D-Drucker Da Vinci 1.0
Das Druckmaterial im Da Vinci 1.0 wird über Cartdriges zugeführt (Bild: OMTEC).

Im 7,8 mal 7,8 mal 7,8 Zoll großen Bauraum erzeugt das Gerät im FFF-Verfahren (“Fused Filament Fabrication”) aus dem Material ABS (“Acrylnitril-Butadien-Styrol”) Objekte in zwölf Farben. Der Durchmesser des ABS-Schmelzdrahtes ist 1,75 Millimeter. Er wird durch eine 0,4 Millimeter dünne Düse in einer Druckgeschwindigkeit von 150 Millimeter pro Sekunde gepresst.

Die Drahtspulen des Druckmaterials wiederum stecken in Cartridges. Eine davon wird bereits mitgeliefert – “das reicht eine ganze Weile”, beteuert OMTEC-Produktmanager Christian Garbisch. Im Lieferumfang ist eine 300-Gramm-Kassette in Weiß enthalten.

Filament-Behälter sind mit zwölf Farben beim Hersteller verfügbar. In Deutschland sind derzeit allerdings nur Schwarz, Weiss, Blau, Gelb, Grün und Rot erhältlich, andere sollen folgen. Obwohl die Nachfrage bei anderen als den klassischen Kolorierungen Schwarz und Weiß recht niedrig ist, kosten sie das Gleiche: 35 Euro werden für eine 600-Gramm-Kassette verlangt. Bei Farbwechsel eines Druckobjekts muss die Kassette ausgetauscht werden, denn es druckt nur eine Düse.

XYZ-Filament-Cartridges
Die Filament-Cartridges für das Erzeugen der räumlichen Objekte sind in zwölf Farben verfügbar (Bild: OMTEC).

Mit feineren Druckmodi wie 0,1 Millimeter (100 Mikrometer), 0,2 und 0,3 Millimeter ist die Ausgabe etwas langsamer, der 3D-Drucker erzeugt jedoch genauere Modelle. Die Vorlagen werden über eigene Software (“XYZware”) zugespielt, die dreidimensionale Gegenstände in den Formaten STL (der 3D-Druck-Standard) und .3W (Das Spezialformat von XYZ) verarbeitet.

Das Programm läuft unter Windows XP (DotNet 4.0 wird benötigt), Windows 7 oder höher sowie unter Mac OS X 10.8 64-Bit oder höher. Grafikkarten und Treiber müssen OpenGL 2.1 unterstützen, denn sonst, so warnt der Anbieter, könnten “unbekannte Fehler” in der Software auftreten. Das Programm holt sich Updates automatisch über das Internet. Als Voraussetzungen bei der Hardware nennt der Hersteller x86-32/64-Bit-kompatible PCs oder x86-64-Bit kompatible Macs mit jeweils mindestens zwei GByte Arbeitsspeicher.

Auf dem Schreib- oder Arbeitstisch nimmt das Gerät einen Platz von 46,8 mal 51 mal 55,8 Zentimetern ein. Es wiegt inklusive Filament-Kassetten 23,5 Kilogramm. Auf der Außenseite des Gehäuses ist ein LCD-Display angebracht, das den aktuellen Status anzeigt.

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