Hochschule Albstadt-Sigmaringen startet Bachelor-Studiengang IT-Security

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Erste Studenten können im Wintersemester 2014/15 an der baden-württembergischen Hochschule anfangen. Sie lernen dann unter anderem, wie man digitale Spuren von Cyberkriminellen findet und dokumentiert. Künftige Absolventen können dann etwa den Beruf des IT-Forensikers oder des Malware-Analysten ergreifen. Bewerbungssschluss ist der 15. Juli.

Wer sich auf IT-Sicherheit spezialisieren möchte, für den bietet die Hochschule Albstadt-Sigmaringen ab dem Wintersemester 2014/15 den entsprechenden Bachelor-Studiengang IT Security an. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. Juli. Am Standort Albstadt lernen die Studierenden in sieben Semestern etwa, wie sich digitale Spuren von Cyberkriminellen finden und dokumentieren lassen. Zudem erlangen sie zum Beispiel auch Wissen über das Entwerfen sicherer beziehungsweise den Schutz von Netzwerken oder das Erkennen und Bekämpfen von Trojanern und Viren. Auch die sichere Datenspeicherung- und Übertragung steht auf dem Stundenplan.

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Im Bachelorstudiengang IT Security, der ab dem Wintersemester 2014/15 an der HS Albstadt-Sigmaringen angeboten wird, können sich Studierende etwa zum IT-Forensiker ausbilden lassen (Bild: Hochschule Albstadt-Sigmaringen).

“Die Studieninhalte sind konsequent anwendungsorientiert und die Auswahl an Fächern ist maßgeschneidert”, erläutert Professor Holger Morgenstern, der maßgeblich an der Schaffung des Studiengangs beteiligt war, die Wahl der thematischen Schwerpunkte. Diese verteilen sich auf Fächer aus den Bereichen IT-Security, Allgemeine Informatik und Wirtschaftsinformatik. Aber auch Kenntnisse in Betriebswirtschaftslehre werden während der sieben Semester vermittelt, da sich der Bereich der IT-Sicherheit der Hochschule zufolge immer stärker im Unternehmensmanagement verwurzelt.

Die Wahlfächer lassen sich individuell zusammenstellen. Zudem besteht für die Studierenden die Möglichkeit, ein Praxissemester im Ausland zu absolvieren. Nach erfolgreicher Beendigung des Studiums, das regulär nach dem siebten Semester mit der abgegebenen Bachelorarbeit abschließt, stehen den Absolventen vielfältige Tätigkeiten im Bereich IT-Sicherheit offen.

Unter anderem tragen diese dann Berufsbezeichnungen wie Malware Analyst, IT-Forensiker, IT-Security Solutions Engineer, IT-Security Officer oder IT-Security Consultant: “Wir stehen in engem Kontakt mit möglichen Arbeitgebern für die Absolventen und wissen deshalb genau, welche Kompetenzen gefragt sind”, sagt Morgenstern.

Bewerber des IT-Security-Studienganges an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen müssen entweder eine Allgemeine oder Fachgebundene Hochschulreife beziehungsweise eine Fachhochschulreife nachweisen. Ferner können sich auch Meister und Absolventen einer äquivalenten beruflichen Weiterbildung für das Studium bewerben – vorausgesetzt, sie lassen sich laut Hochschule zuvor entsprechend beraten. Bei bereits berufstätigen Studienanfängern wird eine zumindest zweijährige Berufsausbildung sowie mindestens drei Jahre Berufserfahrung zur Bedingung für die Aufnahme des Studiums gemacht.

Da in Unternehmen mittlerweile eine große Nachfrage nach qualifiziertem IT-Sicherheitspersonal besteht, offerieren natürlich noch weitere deutsche Hochschulen und Institutionen Aus- oder Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich IT Security. Die TU Darmstadt etwa bietet den viersemestrigen Master-Studiengang IT-Security an. Dieser vertieft die drei Themenschwerpunkte Kryptographie, Systemsicherheit und Softwaresicherheit. Die Studierenden lernen unter anderem moderne Verschlüsselungsverfahren sowie grundlegende kryptographische Algorithmen und Protokolle kennen. Des Weiteren erwerben sie zum Beispiel auch Kenntnisse über die Sicherheit eingebetteter Systeme und Netzwerke beziehungsweise erfahren, wie sich Sicherheitsarchitekturen für große IT-Systeme konzipieren lassen.

Auch die FH Brandenburg (Master in Security Management), die Ruhr-Universität Bochum (Bachelor in IT-Sicherheit/Informationstechnik) oder die Hochschule Aalen (Bachelor in IT-Sicherheit) offerieren ähnliche Angebote. Einen Überblick gibt unter anderem dieser Artikel bei ITespresso.

Als Alternative zu Universitäten und Fachhochschulen besteht für künftige CISOs oder CSOs auch die Möglichkeit, sich bei einem Schulungsanbieter wie der isits AG im Rahmen des Masterstudienganges Applied IT Security weiterbilden zu lassen. Keinen akademischen Grad, sondern ein Zertifikat erhalten dagegen diejenigen, die etwa Seminare des Bundesverbandes IT-Sicherheit – TeleTrust (T.I.S.P.-Expertenzertifikat) oder des Systemhauses FutureDat (IT-Sicherheitsbeauftragter – in Kooperation mit der Berufsakademie Gera) absolvieren.

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