Microsoft erhöht Kapazität von OneDrive für Unternehmen um das 40-fache

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OnedDive for Business (Bild: Microsoft)

Bis September erhalten alle Kunden von Office 365 Pro Plus und OneDrive for Business 1 TByte Speicherplatz zum Einführungspreis von 2,50 Dollar pro Monat und Nutzer. Gegenüber vergleichbaren Business-Cloudspeicherangeboten von Google, Dropbox oder Strato ist es damit mit Abstand das preisgünstigste.

Microsoft lockt Unternehmenskunden mit einer deutlichen Aufstockung des Speicherplatzes bei seinem Cloud-Dienst OneDrive. Der Preis bleibt dabei derselbe. Allerdings stehen statt bisher 25 GByte künftig 1 TByte Speicherkapazität für die Kunden von Office 365 Pro Plus und OneDrive for Business zur Verfügung. Das entspricht in etwa dem Platzbedarf von 40 Millionen Word-Dokumenten. Der Konzern aus Redmond offeriert darüber hinaus Hilfe beim Umstieg von bestehenden Speicherlösungen hin zu OneDrive for Business.

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Die Standalone-Variante von OneDrive for Business ist seit dem 1. April verfügbar.

OneDrive, ehemals SkyDrive, gibt es bereits seit 2007. Als eigenständiges Produkt existiert das Angebot OneDrive for Business allerdings erst seit dem vergangenen Monat. Zusätzlich ist es auch schon länger ein Bestandteil von Office 365 Pro Plus. Microsoft musste SkyDrive 2013 nach einem verlorenen Rechtsstreit mit dem Fernsehsender Sky in Großbritannien in OneDrive umbenennen.

Seit dem 1. April und noch bis September 2014 ist OneDrive for Business zum Einführungspreis von 2,50 Dollar pro Anwender und Monat erhältlich, danach kostet es 5 Dollar. Microsoft verweist zudem darauf, dass seine Partner den Kunden bei der Konfiguration von Office 365 Pro Plus und OneDrive for Business behilflich sein können.

Ein Grund für die deutliche Erhöhung der Cloud-Speicherkapazität im Paket OneDrive for Business dürfte sein, dass Sharepoint Online zur Synchronisierung genutzt wird und dessen Sync Library auf 5000 Dateien begrenzt ist, sodass die Synchronisierung schnell an ihre Kapazitätsgrenzen gerät.

Im Vergleich zu konkurrierenden Cloud-Speicherdiensten für Unternehmen erscheint das aktuelle Microsoft-Angebot dabei als wahres Schnäppchen. Bei Google Drive etwa können Business-Nutzer zwar bereits seit längerem auf 1 TByte Online-Speicherplatz aufstocken, dieser hat dann aber auch seinen Preis: So kostet die Nutzung von 1000 GByte Google-Drive-Kapazität umgerechnet etwa 93 Dollar (67 Euro) pro Monat und Nutzer. Zudem wird ein Google-Apps-for-Business-Konto vorausgesetzt, dessen Erwerb Anwender 6 Dollar (4 Euro) im Monat kostet. Dabei ist der standardmäßig erhältliche Online-Speicher mit 30 GByte gegenüber dem bisherigen Microsoft-Angebot auch nur unwesentlich höher.

Deutlich günstiger kommen Unternehmen beim bereits seit 2011 verfügbaren Business-Cloudspeicher von Dropbox weg: Bereits in der Basisvariante des Pakets “Dropbox für Unternehmen” erhalten Firmen 1 TByte Speicherkapazität sowie fünf Benutzerlizenzen für 75 Dollar monatlich. Folglich werden pro Anwender und Monat 15 Dollar fällig.

Wer hingegen deutsche Anbieter den gängigen US-Cloudspeicherdiensten aufgrund der NSA-Affäre vorzieht, findet bei Strato ein auch im Vergleich zu Dropbox preisgünstiges Angebot: So erhalten Unternehmen im Hidrive-Pro-Paket ebenfalls schon standardmäßig 1 TByte Cloud-Speicher für rund 50 Euro im Monat (Jahresvertrag). 5 Admin- und 20 Benutzerkonten sind dabei inklusive. Überdies lockt der Berliner Hostinganbieter auch immer wieder mit besonderen Angeboten. Wer sich jedoch vor US-Cloud-Anbietern nicht scheut, erhält bei Microsoft mit OneDrive for Business noch das derzeit beste Angebot.

[mit Material von Jakob Jung, Channelbiz.de]

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