CyanogenMod-Smartphone: OnePlus verkauft das One ab 269 Euro

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Die günstigste Version bietet 16 GByte Speicherkapazität und eine 2,5 GHz schnelle Quad-Core-CPU der Snapdragon-Serie von Qualcomm. In der 64-GByte-Variante kostet das CyanogenMod-Smartphone 299 Euro.

Das vom früheren Oppo-Manager Pete Lau gegründete Start-up OnePlus hat jetzt sein erstes Android-basierendes Smartphone präsentiert. Mit einer Speicherkapazität von 16 GByte beträgt dessen Preis 269 Euro. Für die 64-GByte-Version verlangt das chinesische Unternehmen 299 Euro. Der Verkaufsstart ist am kommenden Freitag – jedoch mit der Einschränkung, dass nur zuvor registrierte und daraufhin eingeladene Interessenten das Smartphone erwerben können. Die ersten Hundert Abnehmer bekommen im Tausch gegen ihr altes Smartphone zudem ein neues One für einen Dollar. Zu welchem Zeitpunkt der freie Verkauf startet, ist bislang unbekannt.

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Mit dem One offeriert OnePlus ein Smartphone mit aktuellen High-End-Komponenten. Für die 16-GByte-Version werden lediglich 299 Dollar respektive 269 Euro fällig. Die 64-GByte-Variante kostet 349 Dollar beziehungsweise 299 Euro. Dem Hersteller zufolge wird das CyanogenMod-Gerät mindestens zwei Jahre lang mit Updates versorgt.

Das clevere Marketing in Form einer scheibchenweisen Veröffentlichung von Gerätedaten in den Sozialen Netzwerken hat anscheinend ein großes Interesse bei den Kunden hervorgerufen. Eine Folge davon ist, dass die Firmenhomepage bereits kurz nach der Smartphone-Präsentation temporär nicht mehr funktionierte und Interessenten lediglich eine 502-Fehlermeldung zu sehen bekamen.

Schon in den vergangenen Wochen hatte OnePlus die technischen Details veröffentlicht. Als Betriebssystem kommt die mit rund 12 Millionen Installationen sehr populäre Custom Rom CyanogenMod in der Version 11 zum Einsatz. Die alternative Firmware, die auf Android 4.4.2 KitKat basiert, ist auf dem Gerät bereits vorinstalliert. Das OnePlus One ist somit erst das zweite Smartphone nach dem Oppo N1, das standardmäßig mit dem beliebten Android-Abkömmling läuft.

Unter der Haube des OnePlus One werkelt eine 2,5 GHz schnelle Snapdragon-801-CPU von Qualcomm, der wiederum 3 GByte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Eine 13-Megapixel-Kamera ist dabei ebenso an Bord wie ein 3100 mAh fassender Akku. Der Stromspeicher ist jedoch nicht austauschbar. Trotz seines 5,5 Zoll großen Bildschirms, der in Full HD auflöst und IPS-Technologie bietet, soll das Gerät hinsichtlich seiner Abmessungen nicht größer sein als das Sony Xperia Z1 – und das obwohl letzteres lediglich über ein 5-Zoll-Display verfügt. Aufgrund des fehlenden SD-Kartenslots kann die interne Speicherkapazität zudem nicht erweitert werden. Die Rückseite des 163 Gramm wiegenden OnePlus One besteht aus einer Cashewnuss-Schale, während sich das restliche Gehäuse aus Magnesium zusammensetzt. Für die Personalisierung des Smartphones sieht OnePlus künftig Modelle aus Jeansstoff, Kevlar oder Holz vor.

Laut Hersteller bietet das One zwar LTE-Unterstützung, ist aber dennoch inkompatibel zum 800-MHz-Band, welches hierzulande vorwiegend in ländlichen Gebieten eingesetzt wird. Dieser Nachteil ist in Anbetracht der gelieferten Bandbreite von 50 MBit/s gegenüber den mit HSDPA maximal möglichen 42 MBit/s jedoch zu vernachlässigen. In den Städten nutzen die Netzbetreiber die 100-MBit-fähigen 1800- und 2600-MHz-Bänder, sodass das One im Vergleich zur Konkurrenz hier nicht ins Hintertreffen gerät.

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Bei der von Sony stammenden 13-Megapixel-Kamera handelt es sich um das Modell Sony Exmor IMX214, welches über sechs Linsen verfügt. Ob diese im Vergleich zu dem im Samsung Galaxy S5 integrierten Modell mit fünf Linsen bessere Bilder macht, bleibt dennoch abzuwarten. Zumindest ist die Blende im OnePlus mit 2.0 lichtdurchlässiger als die im Galaxy S5 mit 2.2.

In Anbetracht der Ausstattung erscheint das OnePlus One als eine äußerst preiswerte Alternative zu den kürzlich vorgestellten High-End-Smartphones HTC One M8, Samsung Galaxy S5 und Sony Xperia Z2, die alle um oder über 600 Euro kosten. OnePlus unterbietet sogar den Preis des als relativ günstig geltenden Nexus 5 von Google, das mit 16 GByte 349 und mit 32 GByte 399 Euro kostet. Natürlich sagen Spezifikationen noch nichts über die endgültige Produktqualität aus. Diesbezüglich können erst Tests Aufschluss geben.

Im Vergleich zum Wettbewerb dürften Anwender neben dem Preis auch das eingesetzte Betriebssystem zu schätzen wissen. Anders als die großen Hersteller ist CyanogenMod dafür bekannt, Betriebssystem-Updates schnell bereitzustellen, sodass man nicht Monate warten muss, um die neuesten Android-Features nutzen zu können. Ähnlich wie das bei den von Google vertriebenen Nexus-Geräten der Fall ist, für die der Hersteller allerdings nur 18 Monate Support mit Updates gewährt. Im Unterschied dazu unterstützt CyanogenMod die Geräte deutlich länger. OnePlus zufolge soll es für das One mindestens zwei Jahre lang Updates geben.

[mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

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