Microsoft liefert letzte Gratis-Patches für Windows XP und Office 2003

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Microsoft (Bild: Microsoft)

Sie werden im Rahmen des April-Patchdays am kommenden Dienstag bereitgestellt. An dem Tag behebt Microsoft auch eine Sicherheitslücke in Word sowie eine gefährliche Schwachstelle, die in allen Windows-Versionen steckt. Sicherheitsupdates erhalten zudem Internet Explorer 6, 7, 8, 9, 10 und 11 sowie Publisher 2003 und 2007.

Für seinen April-Patchday am kommenden Dienstag hat Microsoft insgesamt vier Updates angekündigt. Davon werden zweials “kritisch” eingestufte Sicherheitslücken in Word und Windows schließen. Zudem erhalten Nutzer von Windows XP und Office 2003 letzmnalig kostenlose Sicherheitspatches. Der Support für beide Produkte endet ebenfalls am 8. April.

Am 8. April liefert Microsoft letzte Gratis-Patches für Windows XP aus.

Mit dem Update für Word 2003, 2007, 2010, 2013 und Office für Mac 2011 beseitigt Microsoft eine seit Ende März bekannte Lücke, die bereits von Angreifern ausgenutzt wurde. Sie können mittels eines präparierten Dokuments im Rich Text Format (RTF), Schadcode einschleusen und ausführen.

Nach Angaben von Microsoft sind bislang allerdings nur wenige zielgerichtete Angriffe bekannt. Der Konzern hatte bereits ein Fix-it-Tool bereitgestellt. Es verhinderte das Öffnen von RTF-Dateien. Nutzer, die es eingesetzt haben, müssen es nach der Installation des Patches erneut ausführen, damit Word wieder RTF-Dateien verarbeiten kann.

Microsoft stuft zude, auch mindestens eine Lücke in Windows XP, Server 2003, Vista, Server 2008, 7, Server 2008 R2, 8 und 8.1, Server 2012 und 2012 R2 und Windows RT und RT 8.1 als kritisch ein. Sie ermöglicht ebenfalls Remotecodeausführung.

Die anderen beiden Patches sollen Fehler in Internet Explorer 6, 7, 8, 9, 10 und 11 sowie in Publisher 2003 und 2007 beheben. Alle April-Updates erfordern möglicherweise einen Neustart des Systems.

Wie üblich wird Microsoft auch eine neue Version des Windows-Tools zum Entfernen bösartiger Software sowie mehrere nicht sicherheitsrelevante Updates ausliefern. Sie stehen alle am 8. April ab etwa 19 Uhr deutscher Zeit zur Verfügung.

Nach dem Support-Ende von Windows XP stehen Nutzern mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Microsoft und einige andere Anbieter drängen zum Umstieg und argumentieren mit Sicherheitsrisiken. Andere, wie Trend Micro, versprechen Anwendern in Firmen auch nach dem Auslaufen des Microsoft-Supports noch Schutz – allerdings eben gegen Bezahlung. Eine Alternative für private Anwender ist das Angebot von Malwarebytes: Das Unternehmen verspricht ihnen “lebenslangen Support” für Windows XP. Es hat dazu seine Software Anti-Malware Premium um eine heuristische Suche und einen Rootkit-Scanner erweitert. Eine Lizenz für ein Jahr kostet 22,31 Euro, Small-Business- und Enterprise-Pakete werden ebenfalls angeboten.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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