Microsoft präsentiert Windows Phone 8.1 mit virtuellem Assistenten Cortana

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Das Update bringt einen neuen Startbildschirm und das sogennante Word Flow Keyboard. Diese virtuelle Tastatur erlaubt eine Texteingabe wie man sie von Swype her kennt. Überarbeitet wurden auch Skype, Kalender, Internet Explorer 11, die Benachrichtigungszentrale sowie der VPN-Support. Das Update sollen alle Nutzer von Windows Phone 8 in den kommenden Monaten erhalten.

Auf seiner Entwicklerkonferenz Build 2014 in San Francisco hat Microsoft Windows Phone 8.1 vorgestellt. Mit dem Update für das Mobilbetriebssystem liefert Microsoft auch den digitalen Assistenten Cortana sowie einen neuen Startbildschirm aus. Zudem hat Microsoft das an Swype angelehnte Word Flow Keyboard vorgestellt sowie mehrere Apps, darunter Skype und Kalender, aktualisiert.

Startbildschirm von Windows Phone 8.1 (Bild: Microsoft)
Der neue Startbildschirm von Windows Phone 8.1 (Bild: Microsoft).

Cortana wird – wie Siri bei Apple – standardmäßig als Frau präsentiert, allerdings lässt sich bei Microsoft der Name ändern. Außerdem hat Microsoft einen Kreis als Symbol für Cortana statt wie Apple eine Frauenfigur ausgewählt.

Von den Funktionen her erinnert Cortana allerdings eher an Google Now als an Siri. Laut Microsoft-Manager Joe Belfiore verwendet Cortana die Suchengine von Bing sowie die dort erprobte Sprachsteuerung. Cortana ermittle die Interessen des Nutzers – ausgehend von dessen Suchanfragen und den von ihm aufgesuchten Orten. Auf dieser Grundlage werden auf ihn zugeschnittene Suchergebnisse präsentiert.

Zudem kann Cortana zum Beispiel Flugdaten nachschlagen und dann an den Check-in erinnern. Das funktioniert auch mit oder anderen Terminen. Laut Microsoft wird Cortana mit der Zeit und der vorliegenden Datenmenge immer genauer. Allerdings startet Cortana zunächst als Betaversion und nur in den USA und Großbritannien, offenbar ausschließlich in englischer Sprache.

Grundsätzlich soll Windows Phone 8.1 in den kommenden Monaten allen Nutzern von Windows Phone 8 zur Verfügung stehen. Der Startbildschirm bietet ihnen dann eine zusätzliche, dritte Spalte. Nutzer können dadurch mehr Kacheln anzeigen lassen. Diese Funktion steht allerdings nur für Geräte mit mindestens 5 Zoll großen Bildschirmen zur Verfügung. Darüber hinaus lässt sich ein eigenes Hintergrundbild einfügen. Die meisten Kacheln haben dafür einen transparenten Hintergrund erhalten.

Als Ergänzung zu den Live-Kacheln, mit denen Nutzer über neue Nachrichten oder Statusmeldungen aus Sozialen Netzen informiert werden, führt Microsoft – wie bereits im Vorfeld gemutmaßt – das Action Center ein. In ihm werden auch Benachrichtigungen von Apps angezeigt, die nicht an den Startbildschirm angeheftet wurden. Zudem lassen sich darüber WLAN, Bluetooth und der Flugzeugmodus ein- und ausschalten. Auch die automatische Drehung des Bildschirms lässt sich sperren.

Das sogenannte Word Flow Keyboard erlaubt Nutzern, statt einzelne Buchstaben oder Zahlen anzutippen wie bei Swype oder Swiftkey einfach über die Tastatur wischen, was Eingaben beschleunigen soll.

Teil von Windows Phone 8.1 ist auch eine neue Version der Skype-App. Sie soll den Wechsel von einem Sprachanruf zu einem Videotelefonat erleichtern. Zudem wurde Skype an den Assistenten Cortana angepasst. Die überarbeitete Kalender-App bietet nun eine zusätzliche Wochenansicht. Durch Wischen nach rechts lässt sich der nächste Tag, die nächste Woche oder der Folgemonat anzeigen. Die Oberfläche des Kalenders hat Microsoft an Outlook angepasst.

Weitere neue Funktionen sollen Nutzern helfen, Speicherplatz sowie Strom- und Mobilfunkdatenverbrauch zu verwalten. Mit Data Sense lässt sich beispielsweise ermitteln, welche App welche Datenmenge verbraucht hat. Wi-Fi Sense wiederum sucht nach kostenlosen öffentlichen WLAN-Hotspots, um die mobile Datenverbindung zu entlasten. Storage Sense erlaubt es unter anderem, Daten aus dem internen Speicher auf eine Speicherkarte zu verschieben.

Windows Phone 8.1 enthält zudem, wie ebenfalls schon vorab durchgesickert, die Mobilversion von Internet Explorer 11. Sie soll die Wiedergabe von Youtube-Videos direkt im Browser ermöglichen. Für Nutzer in Firmen interessant ist, dass der Softwarekonzern VPN-Support ebenfalls in die neue Version seines Mobile-OS integriert hat.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de und Florian Kalenda, ZDNet.de]

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