Offene Datenbank ArangoDB 2.0 verteilt Infos im Cluster

Open SourceSoftware
ArangoDB

Das Feature “Sharding” verteilt große Datenbanken horizontal im Server-Cluster. Die Multi-Model-Datenbank steht im offenen Quellcode bereit. Seit dem vergangenen Release besitzt die Software zusätzliche Replikationsfähigkeiten.

Die Entwickler um den Kölner Frank Celler haben Arango DB 2.0 freigegeben. Die Datenbank beruht auf NoSQL und steht für Mac OS X, Windows und zahlreiche Linux-Varianten sowie im Quellcode zum Download bereit. Mit der “Sharding”-Funktion soll die freie Datenbank durch Verteilen großer Datenmengen im Server-Cluster ihre Replikationsfähigkeiten verbessern.

Arango im Cluster
ArangoDB 2.0 bewältigt komplexe Datenbankabfragen im Server-Cluster (Bild: Triagens GmbH)

Der Admin konfiguriert dazu über das integrierte Web-Interface einen Cluster von beteiligten Rechnern und legt fest, welche Bereiche der Anwendungsdaten verteilt werden sollen, weil sie zu umfangreich für einen Server sind. Dies kann auch für effizientere Lastverteilung verwendet werden.

Die Zuordnung von Anfragen zu einem Server im Cluster erfolgt über einen flexibel definierbaren Schlüssel. Der Administrator überlässt die Verteilung entweder ArangoDB oder wählt eines beziehungsweise mehrere Attribute aus, die den Schlüssel ausmachen – zum Beispiel die Auftragsdaten eines Webshops nach dem Kundennamen auf die Server zu verteilen.

Zwar wird dies noch bei wenigen Anwendungen benötigt, doch wachsende Webshops und die dadurch bedingte Anhäufung schneller Datenabfragen lassen sich mit der neuen Technik besser bewältigen. Laut Software-Architekt Martin Schönert besteht hohes Interesse daran: “Im Fall der Fälle, dass man von heute auf morgen der nächste Mega-Erfolg im Internet wird, soll die Anwendungsarchitektur mitspielen.”

ArangoDB kann Graphen und Dokumente abbilden. Die Abfrage erfolgt wahlweise über eine SQL-artige Abfragesprache oder über ein REST-Interface. Die Schnittstelle für diesen Representational State Transfer wiederum kann per Javascript erweitert werden und so kleine, semantisch verständliche APIs für die Anwendungen bereitstellen.

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