D-Link konkretisiert Einstieg in den Markt für Smart-Home-Produkte

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Ein WiFi Airplay Extender und via WLAN ansteuerbare Steckdosen sollen im Frühsommer den Anfang machen. Der Netzwerkhersteller folgt damit Wettbewerbern wie AVM und Belkin. Diese will er durch die Verknüpfung der Neuvorstellungen mit seinem etablierten Angebot mydlink Cloud und die gute Position bei IP-Überwachungskameras ausstechen.

Auf einer Veranstaltung für Vertriebspartner in der Deutschlandzentrale in Eschborn hat D-Link heute angekündigt, im Frühsommer in den Markt für Smart-Home-Produkte einzusteigen. Laut Mike Lange, Country Manager Deutschland, Österreich und Schweiz bei D-Link, soll etwa Ende Mai ein WiFi Airplay Extender den Anfang machen. Er wird direkt in der Steckdose platziert, ein externer Lautsprecher über einen Klinkenstecker angeschlossen. So transportiert er Musik via WLAN in beliebige Räume des Hauses.

Mike Lange, Country Manager Deutschland, Österreich und Schweiz bei D-Link
Mike Lange, Country Manager Deutschland, Österreich und Schweiz bei D-Link (Bild: D-Link).

Etwas “smarter” sind die ebenfalls für Sommer in Aussicht gestellten steuerbaren Steckdosen. Auch sie werden über WLAN angesprochen – das ist laut D-Link-Manager Thomas von Baross die Technologie der Zukunft. Andere, derzeit für die Heimsteuerung verwendeten Funktechnologien sieht er langfristig auf dem Rückzug, auch deshalb, weil heute meist Smartphones und Tablets als Steuerzentralen zum Einsatz kommen – die eben mit WLAN arbeiten.

Für eine – wahrscheinlich längere – Übergangszeit hält Mike Lange aber eine Art Gateway, wie ihn die Deutsche Telekom mit der Home Base von Qivicon anbietet – durchaus für erforderlich. Schließlich gibt es derzeit eine Vielzahl von Ansätzen, die unter einen Hut gebracht werden müssten. D-Link lobt den Ansatz aber nicht nur, sondern ist – so lange – einer der Partner der ersten Stunde, vor allem in Hinblick auf die IP-Überwachungskameras.

Mittelfristig hält Lange aber zumindest eine zentrale Steuerungs-App für erforderlich. Zumindest für das eigene Angebot habe man die schon mit dem mydlink-Angebot geschaffen. Darüber lassen sich Router, NAS, WLAN-fähige Überwachungskameras und künftig mittels den smarten Steckdosen auch eine Vielzahl anderer Geräte steuern.

Thomas von Baross
Thomas von Baross, Vice President Zentral- und Osteuropa bei D-Link Deutschland (Bild: D-Link).

Darin sieht von Baross auch einen der Vorteile der Angebote aus dem eigenen Haus. “Apps hat heute jeder, das gehört einfach dazu – aber die Nutzer wollen eine zentrale App, die alles steuert.” Denn in der Regel fange die Heimautomatisierung mit einem Aspekt – meist Sicherheit – an. Die Steuerung der Heizung, einzelner elektrisch betriebener Geräte oder Einblick in den Stromverbrauch sei zwar technisch interessant, finde aber bei der breiten Masse der Nutzer wenig Resonanz.

Ganz anders sehe es mit Überwachungsmöglichkeiten aus, hier erschließe sich den Nutzern der Vorteil sofort. Hier ein umfassendes Angebot für den Einsatz innen und außen und in unterschiedlichen Preisklassen zu haben, halten die D-Link-Manager daher ebenfalls für einen wichtigen Trumpf, zum Beispiel im Wettbewerb mit AVM oder Belkin.

Die beiden Unternehmen engagieren sich ebenfalls verstärkt im Bereich Smart Home. Belkin hat die WEMO-Produktpalette zum Beispiel Anfang Januar zur CeBIT wesentlich erweitert. Bei AVM steht der Router, also die Fritz-Box im Zentrum der Smart-Home-Strategie. Auf der CeBIT hat das Berliner Unternehmen weitere Produkte und ein verstärktes Engagement angekündigt.

Qivicon Home Base der Deutschen Telekom
Eine Art Gatway, wie etwa die Home Base des Qivicon-Angebots der Deutschen Telekom, wird eine wichtige Rolle in der breiteren Akzeptanz der Heimautomatisierung spielen (Bild: ITespresso).
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