Firmen finden nur schwer auf Android-Apps spezialisierte Freelancer

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Android Geld (Bild: ITespresso mit Material von Shutterstock und Google).

Über 80 Prozent der Unternehmen suchen App-Entwickler, die sich auf Android spezialisiert haben, aber nur 50 Prozent der Freelancer bieten Fachwissen über Googles Betriebssystem. Im Gegenzug nimmt die Nachfrage nach iOS-Entwicklern weiter ab. Das geht aus einer Erhebung der Projektbörse Gulp hervor.

Eine Studie der Personalagentur und Projektbörse Gulp zeigt einen Mangel an Freelancern, die sich auf die Entwicklung von Android-Apps spezialisiert haben. Gleichzeitig zeigt sie auf, dass immer mehr Unternehmen Selbständige mit Fachwissen über Googles Betriebssystem suchen.

Die Nachfrage nach App-Entwicklern für Android ist größer als das Angebot an spezialisierten Freelancern (Grafik: Gulp).
Die Nachfrage nach App-Entwicklern für Android ist größer als das Angebot an spezialisierten Freelancern (Grafik: Gulp).

Die Anzahl der Projektanfragen, in denen freiberufliche Android-Experten gesucht werden, steigt der Studie zufolge jedes Jahr an. Während 2011 der Anteil 65,7 Prozent betrug, lag 2013 die Nachfrage bei 88,2 Prozent. Im gleichen Zeitraum gingen die Anfragen nach Experten für iOS um 13,5 Punkte auf 8,7 Prozent zurück. Der Anteil an Gesuchen für Windows-Mobile-Entwickler schrumpfte um mehr als die Hälfte auf 3,1 Prozent.

In absoluten Zahlen macht sich Gulp zufolge der Rückgang noch deutlicher bemerkbar. Nach eigenen Angaben gingen 2012 insgesamt 1250 Projektanfragen für Android ein. Im vergangenen Jahr waren es 1401 Anfragen. Die Anfragen für iOS-Freelancer sanken im selben Zeitraum von 395 auf 139.

Das Problem dabei ist, dass nur 50,3 Prozent der Freelancer, die Wissen über Android, iOS oder Windows Mobile vorweisen können, richtige Android-Spezialisten sind. Damit stieg der Anteil in den vergangenen zwei Jahren lediglich um 3,4 Prozentpunkte. Der Anteil der iOS-Experten sank um etwa einen Punkt auf 38,5 Prozent. Windows Mobile hat 2,5 Punkte verloren und liegt bei 11,2 Prozent. Dennoch hinkt das Angebot der Nachfrage hinterher.

“Vor allem das große Apple-Stück im Freelancer-Tortendiagramm verwundert angesichts der Nachfrage der Unternehmen. Selbstständige sollten Android stärker in ihren Fokus rücken, denn der Bedarf von Unternehmensseite ist, wie erwartet, enorm gestiegen. Es sei noch hinzugefügt: Von Unternehmen wird oft Kenntnis mehrerer mobiler Plattformen gewünscht, da die entwickelten Apps auf verschiedenen Betriebssystemen laufen sollen. Sich nur auf ein einziges zu spezialisieren und die anderen komplett außer acht zu lassen, ist also in der Regel keine gute Idee”, erklärt Stefan Symanek von Gulp.

Für die Studie hat Gulp die Daten zur Verteilung des Fachwissens aus dem eignen Kandidatenpool bezogen. Dieser umfasst 85.000 IT- und Engineering-Freelancer, die ihr Fachwissen eingetragen haben. Davon bezeichnen sich momentan 2056 selbst als App-Spezialisten.

App-Entwickler sollten sich nicht nur auf ein Betriebssystem konzentrieren, sondern auch Apps für andere entwickeln können (Grafik: Gulp).
App-Entwickler sollten sich nicht nur auf ein Betriebssystem konzentrieren, sondern auch Apps für andere entwickeln können (Grafik: Gulp).

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