HP präsentiert Tintenstrahldrucker für den Enterprise-Bereich

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Mit Hilfe der Druckermodellreihe X555 sowie der Multifunktionsgeräteserie MFP X585 will der Hersteller noch stärker in das von Laserdruckern dominierte Büroumfeld vordringen. Dort sollen die Tintenstrahler als Arbeitsgruppendrucker drei bis 15 Mitarbeiter parallel bedienen können.

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Während die beiden Modelle der HP Officejet-Enterprise-Reihe X555 Tintendruckfunktionalität für das Büro bringen… (Bild: HP)

Hewlett-Packard hat sein Drucker- und Multifunktionsgeräteportfolio um zwei Modelle der Officejet-Enterprise-Serie erweitert. Der X555 sowie der MFP X585 stellen einen weiteren Schritt in der aktuellen Strategie von HP dar, vermehrt Tintenstrahldrucker im von Lasergeräten dominierten Enterprise-Umfeld zu platzieren.

So will der Hersteller seine Tintenstrahler unter anderem in Behörden und Großunternehmen ab 1000 Mitarbeitern unterbringen. Dort sollen sie als Arbeitsgruppendrucker zum Einsatz kommen und zwischen drei und 15 Mitarbeiter gleichzeitig bedienen können.

Als Vorteile gegenüber vergleichbaren Farblaserdruckern führt HP unter anderem auf, dass seine tintenbasierenden Officejet-Enterprise-Geräte produktiver sind, da sie schnellere Ausdrucke liefern. Zudem seien sie als dokumentenecht zertifiziert.

Der Officejet Enterprise X555, der sich in die Modelle X555dn und X555xh unterteilt, ist zur unverbindlichen Preisempfehlung von 699 respektive 1129 Euro erhältlich. Die UVP des Officejet Enterprise MFP X585, der sich ebenfalls in weitere Untermodelle gliedert (MFP X585dn, MFP X585f und MFP X585z), beläuft sich modellabhängig auf 1899 (MFP X585dn), 2149 (MFP X585f) beziehungsweise 2609 Euro (MFP X585z). Beide Geräteserien kommen im April auf den Markt.

Wesentliches technisches Merkmal der X555- beziehungsweise MFP X585-Reihe ist ihre integrierte HP Pagewide-Technologie. Dabei wird eine zu bedruckende Seite über deren gesamte Breite hinweg an einem feststehenden Druckkopf vorbeigezogen. Seiten werden damit in einem Durchlauf mit pigmentierter Tinte bedruckt. Laut HP senkt dies die Druckkosten pro Seite spürbar.

Die sogenannte Auto-on/Auto-off-Funktionalität, die HP-Geräte nach kurzer Leerlaufzeit in eine Art Tiefschlafmodus versetzt, soll zudem auch Energiekosten sparen. Der Hersteller beziffert die hierbei gewonnene Energieeffizienz mit 60 Prozent.

Darüber hinaus bietet die Officejet-Enterprise-Serie auch Mobilitätsfunktionen wie HP ePrint, Wireless Direct, NFC oder Apple AirPrint, wodurch das mobile Drucken per Smartphone oder Tablet möglich wird.

Sämtliche Enterprise-X-Modelle teilen überdies die Gemeinsamkeit, dass sie 42 Seiten pro Minute bedrucken, im sogenannten Büro-Modus sind sogar 72 Ausdrucke in der Minute möglich. Den ersten Ausdruck findet der Nutzer bei allen Geräten nach maximal 10 Sekunden im Ausgabefach. Diese Angaben gelten sowohl für Schwarzweiß- als auch Farbausdrucke.

Das Papierzuführungsfach beider Modellreihen fasst bis zu 500 Blatt Papier. Diese Kapazität kann durch ein optionales Zusatzfach noch um 500 Blatt erweitert werden. Bis zu 300 Ausdrucke passen überdies ins Ausgabefach der Geräte. Die automatische Dokumentenzuführung erlaubt wiederum den Einzug von bis zu 50 Seiten.

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… bieten die drei Geräte der Officejet-Enterprise-Familie MFP-X585 zusätzlich Scan-, Fax- und Kopierfunktionalität (Bild: HP).

Den HP-Angaben zufolge reichen die in die Officejet-Enterprise-Serie verbauten Schwarzweiß-Kartuschen für maximal 10.000 Seiten, während die drei Farbtanks (Cyan, Magenta und Gelb) bis zu 6600 Ausdrucke leisten können.

Standardmäßig kommt die Officejet-Enterprise-Reihe außerdem mit einer automatischen Duplexdruckfunktion, einer OXP-Schnittstelle zur Entwicklung und Integration von Drittanbieter-Software, einer HP-Futuresmart-Firmware sowie einem Hardwareintegrationsschacht, mit dem sich zusätzliche Hardware-Komponenten – etwa ein NFC-Modul – in die Druckerumgebung einbinden lassen. Beide Gerätereihen sind zudem teilweise mit einer verschlüsselten Festplatte ausgestattet. Deren Kapazitäten liegen abhängig vom jeweiligen Modell zwischen 320 (MFP X585dn) und 500 GByte (X555xh).

Zudem kann die Officejet-Enterprise-Serie – genau wie etwa die aktuellen Officejet-Pro-Modelle – über das Print-Management-Tool HP Web Jetadmin zentral überwacht und kontrolliert werden.

Unterschiede gibt es zwischen den X555- und X585-Modellen hingegen bei der Größe des Touch-Bedienfeldes. Während das neigbare SVGA-Control-Panel der X555-Drucker 4,3 Zoll in der Diagonalen misst, sind die entsprechenden SVGA-Displays der X585-Geräte mit 8 Zoll deutlich größer.

Die Tintenstrahldrucker der X585-Serie sind im Gegensatz zu den X555-Geräten multifunktionsfähig (Drucken, Faxen, Scannen und Kopieren) und bieten zwecks Dokumentendigitalisierung auch Workflow-Funktionalitäten. HP hebt hier insbesondere sein Every-Page-Feature hervor. Dieses ermöglicht die automatische Erkennung doppelt eingezogener Seiten per Ultraschalltechnologie.

Darüber hinaus bringen alle Modelle der X585-Familie OCR-Funktionalität (optische Zeichenerkennung) mit. Damit wird Text in Dokumenten erkannt und in digitale, durchsuchbare Dokumente umgewandelt. Einzelne Seiten können direkt auf dem Farbdisplay der Geräte herangezoomt oder umsortiert werden. Der MFP X585f hat für solche Zwecke sogar eine ausziehbare Tastatur integriert. Im z-Modell der Reihe ist zudem ein Dual-Head-Scanner verbaut, der das parallele beidseitige Scannen erlaubt.

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