Apple arbeitet an Spotify-Konkurrenten und iTunes für Android

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Apple plant angeblich einen Streamingdienst nach Vorbild von Spotify (Bild: James Martin/CNET).

Momentan führt Apple erste Gespräche mit Plattenfirmen über Lizenzen für einen Musik-Streamingdienst, berichtet Billboard. Allerdings sollen sich die Planungen noch in einem frühen Stadium befinden. Apple könnte mit einem eigenen Streamingdienst und einer iTunes-App für Android das rückläufige Download-Geschäft auffangen.

Apple plant angeblich einen eigenen Musik-Streamingdienst und hat sich Spotify als Vorbild genommen. Dafür befindet sich das Unternehmen angeblich bereits in Verhandlungen mit Plattenfirmen. Das berichtet Billboard unter Berufung auf drei nicht genannte Quellen. Demnach sollen sich die “Sondierungsgespräche” noch im Anfangsstadium befinden. Auch eine iTunes-Store-App für Android soll bei Apple in Planung sein.

Apple plant angeblich einen Streamingdienst nach Vorbild von Spotify (Bild: James Martin/CNET).“Sie sprechen mit Vertretern von Plattenfirmen darüber, den iTunes-Kundenstamm auf einen Streaming-Service zu übertragen”, sagte eine der Quellen aus der Musikindustrie. “Wenn Sie also einen Song für 1,29 Dollar kaufen und ihn Ihrer Bibliothek hinzufügen, könnte iTunes Ihnen per E-Mail mitteilen, dass Sie für beispielsweise 8 Dollar im Monat auf diesen Titel und all die andere Musik im iTunes-Store zugreifen können. All das ist aber noch in einem Was-wäre-wenn-Stadium.”

Apple will offenbar neue Geschäftsbereiche mit dem Streamingdienst und der iTunes-App für Android betreten. Das Unternehmen muss derzeit einen deutlichen Rückgang der iTunes-Downloads verzeichnen. Daten von Nielsen zufolge sind diese im laufenden Jahr um 14 Prozent gefallen. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der digitalen Musikverkäufe um 11 Prozent.

Von den sinkenden Download-Zahlen können Streamingdienste wie Spotify, Pandora und sogar YouTube profitieren. Ein Bericht (PDF) der Recording Industry Association of America zeigt, dass in den USA Streamingdienste 2013 insgesamt 1,4 Milliarden Dollar mit Abonnements, Werbung und Lizenzen umsetzen konnten. Das ist gegenüber 2012 ein Plus von 39 Prozent. Die mit Downloads erzielten Einnahmen sanken dagegen um 3,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Auch ein Bericht des Weltverbands der Phonoindustrie (IFPI) verzeichnete ein Umsatzplus von 51 Prozent beim Musikstreaming. Downloads gaben währenddessen um 2,1 Prozent nach.

Auch andere Berichte legen dar, dass Apple die Strategie für seine Musikdienste in Frage stellt. Seit September bietet es mit iTunes Radio bereits einen Streamingdienst an. Nutzer können mit ihm aus 200 nach Musikgenre sortierten Stationen wählen oder sich ein eigenes Radioprogramm zusammenstellen. Einzelne Titel lassen sich im Gegensatz zu Spotify oder Googles Music All-Inclusive allerdings nicht direkt auswählen.

Aktuell benötigt iTunes Radio noch die iTunes-App. Mit dem kommenden Mobilbetriebssystem iOS 8 können der Streamingdienst aber eine selbstständige Anwendung werden.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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