Hewlett-Packard kehrt noch dieses Jahr in den Markt für 3D-Drucker zurück

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HP (Bild: Hewlett-Packard)

Laut CEO Meg Whitman wird sich das Angebot eher an Firmen und Hersteller als Privatanwender richten. Die HP-Chefin sieht im Enterprise-Segment den größeren Markt. Bei einer Analystenkonferenz erklärte sie, HP habe einige Probleme gelöst habe, die den Markt derzeit noch bremsen.

Hewlett-Packard bereitet für Juni eine “große technische Ankündigung” zu 3D-Druckern vor. Dies hat CEO Meg Whitman in einer Telefonkonferenz mit Analysten erklärt, wie der Blog 3dprint.com berichtet. Whitman konkretisiert damit Ankündigungen von Ende 2013, wonach der Konzern sich wieder bei 3D-Druckern engagieren wolle.

HP bereitet laut 3dprint.com für Juni die Rückkehr in den Markt für 3D-Drucker vor

Whitman erklärte den Analysten gegenüber, ihr Unternehmen habe einige Probleme gelöst, die dieses Segment derzeit noch bremsen. Mit seinem Angebot werde sich HP in erster Linie an Firmen und Hersteller wenden, weniger an private Anwender: “Der größere Markt wird im Enterprise-Segment liegen”, sagte Whitman.

HPs CTO Martin Fink hatte im Februar mitgeteilt, man erforsche die Vielzahl der Möglichkeiten im 3D-Druck und werde bei seiner Weiterentwicklung eine wichtige Rolle spielen.

Erste Schritte in dem Markt hatte Hewlett-Packard im Jahr 2010 gemacht, indem das Unternehmen Geräte von Stratasys unter eigenem Namen anbot: Es gab einen HP Designjet 3D für rund 15.000 Euro und einen HP Designjet Color 3D für 19.200 Euro. Einen ähnlichen Weg wie damals HP geht seit kurzem Dell: Die Texaner vertreiben seit Anfang des Jahres 3D-Drucker der Marke MakerBot – die gleichnamige Firma war im Juni 2012 von Stratasys übernommen worden.

Im vergangenen Jahr hatte Gartner-Anaylst Pete Basiliere erklärt: “3D-Druck ist eine Technologie, die sich rasch der Adaption im Mainstream nähert. Durch die Beschreibungen ungewöhnlicher Anwendungsfälle in der Medizin, der Produktion und anderen Branchen bis hin zu futuristischen Ideen – etwa die, 3D-Drucker auf dem Mond einzusetzen, um dort dann Teile von Raumfahrzeugen und Mondbasen herzustellen – lässt die ganze Aufregung um die Technologie viele denken, dass die Technologie noch einige Jahre bis zur Reife braucht. Tatsächlich ist sie jetzt schon verfügbar und für die meisten Firmen sogar erschwinglich.” Andere Beobachter sind vorsichtiger, sie halten vor allem die im Consumer-Segment prognostizierten Anwendungen und Umsatzmöglichkeiten für übertrieben.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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