Gratis-Dienst Threatglass analysiert Bedrohungen durch Webseiten

SicherheitSicherheitsmanagement
Barracuda Threatglass

Das Online-Tool des Anbieters Barracuda soll eine Comunity rund um die Meldung von Schäden durch infizierte URLs schaffen. So verfolgt der Anbieter schnell, welche Gefahren lauern. Das Treiben von Malware kann mit Screenshots verschiedener Infektionsstadien und Netzwerk-Charakteristika nachvollzogen und analysiert werden.

Barracuda Labs hat mit Threatglass einen kostenlosen Service vorgestellt, der zu mehr Sicherheit im Web beitragen soll. Threatglass dient dazu Information über webbasierende Malware zu teilen, zu analysieren und nachzuverfolgen. Anwendern hilft er, Infektionen von Webseiten grafisch nachzuvollziehen, indem er ihnen Screenshots der verschiedenen Stadien einer Infektion sowie Netzwerk-Charakteristika darstellt. Zudem können Nutzer mit Threatglass Webseiten auf ihre Unbedenklichkeit untersuchen.

Threatglass-Bedrohungsliste
In einer Liste zeigt Barracudas Service Threatglass, bei welchen Adressen man momentan vorsichtig sein muss (Bild: Barracuda).

Der Dienst ist auch eine Antwort darauf, dass “gute” Seiten inzwischen schnell “böse” werden können – etwa durch Schadcode in eingespielter Werbung. Laut Paul Judge, Chief Research Officer und Vice President bei Barracuda, sind insbesondere populäre Websites tagtäglich damit konfrontiert – und gewöhnliche Nutzer könnten sich so unversehens einen Schädling einfangen.

Threatglass soll helfen, Problem besser zu verstehen und Usern ein Tool zur Hand geben, das ihnen zeigt, wie solche Malware-Infektionen ablaufen. Der Service ist zugleich das Front-End für ein automatisiertes System, das auch den Security-Anbieter selbst über laufende Angriffsszenarien informiert.

Die Plattform analysiert dazu Millionen von Webseiten pro Woche. Zu den gemeldeten und untersuchten Angriffen zählen einerseits händisch eingegebene, andererseits werdne aber auch die vom Alexa als die 25.000 meistbesuchten Webseiten identifizierten URLs, Social-Feeds sowie verdächtige Webseiten die durch das Barracuda-Kundennetzwerk, das aus weltweit mehr als 150.000 Organisationen besteht, gemeldet werden. Das System hat bisher ungefähr 10.000 Web-basierte Angriffe live katalogisiert – neue kommen täglich hinzu. Der kostenlose Dienst bereitet zudem auch Daten historischer Malware auf und untersucht Beziehungen zwischen den verschiedenen Komponenten eines Angreiferrings.

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