Mari:e – Lernende Energieeffizienz-Netzwerke für KMU

ForschungInnovationNetzwerke
selbstlernende Energieffizienznetze

Ein Projekt der Fraunhofer-Gesellschaft soll die Energieeffizienz auch kleiner Firmen maßgeblich verbessern, indem die Teilnehmer im Netzwerk voneinander lernen. Die Anpassung des Großprojekts “LEEN” an kleine und mittlere Unternehmen startet jetzt. Förderungen und Zuschüsse über das Wirtschaftsministerium sind möglich.

Die Fraunhofer-Gesellschaft ISI (Institut für System- und Innovationsforschung) und die Stiftung für Ressourceneffizienz und Klimaschutz (STREKS) haben ihre Forschungen zu lernenden Energieeffizienz-Netzwerken (LEEN) erweitert: In fünf Regionen der Bundesrepublik sollen KMUs entsprechende Energisparnetze aufbauen.

Mari:e-energiesparnetz Logo

Der Projektname “Mari:e” steht schlichtweg für “Mach’s richtig: Energieeffizient”. Die zentrale Komponente ist das “voneinander und miteinander Lernen”. 30 Pilotprojekte bei größeren Unternehmen hätten die Energieeffizienz der Betriebe schon doppelt so schnell gesteigert wie beim Durchschnitt der deutschen Industrieunternehmen. Die Großen mit Energiekosten von 500.000 Euro im Jahr haben damit schon erhebliche Summen gespart, die Kleinen mit rund 30.000 Euro jährlichen Energiekosten sollen nun mit Mari:e das Gleiche erreichen, erklärt das Institut. Die Kosten, die durch eine Teilnahme entstünden, ließen sich durch die Ersparnis decken.

Das Projekt wird von der Stiftung für Ressourceneffizienz und Klimaschutz (STREKS) zusammen mit dem Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES) in Karlsruhe und in enger Abstimmung mit dem Fraunhofer-ISI organisiert. Jedes Unternehmen erhält zu Beginn der Mitgliedschaft eine durch das Bundeswirtschaftsministerium bezuschusste Energieberatung.

Erste Erfolge konnten laut Fraunhofer die Unternehmen des produzierenden Gewerbes im Jahr 2013 dadurch verbuchen, dass allen Mari:e-Teilnehmern der erfolgreiche Start bei der Einführung eines Energiemanagementsystems von akkreditierten Stellen testiert wurde. Zusätzlich können nun Investitionen in hocheffiziente energiesparende Querschnittstechnologien durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit bis zu 30 Prozent der Ausgaben gefördert werden.

“Beispiele hierfür sind raumlufttechnische Anlagen, Wärme- und Kälteerzeugung, Wärmerückgewinnung, elektrische Motoren/Antriebe und Pumpen”, führt Fraunhofer als Beispiele an.

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit der europäischen Technologie-Geschichte aus? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen