Dropbox-Alternative: Version 6 von ownCloud ist nun verfügbar

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Version 6 von owncloud bringt mit der Jive-Integration auch einen Activity Stream (Screenshot: ownCloud).

Die Enterprise Edition von ownCloud bietet nun die Möglichkeit der On-Premise-Integration und hybride Speicheroptionen. Außerdem ist ein Connector zur Kollaborationssoftware Jive hinzugekommen. Eine erfolgreich abgeschlossene Finanzierungsrunde füllt zudem die Kassen des Unternehmens mit 6,3 Millionen Dollar.

Auf der CeBIT in Hannover hat ownCloud Version 6 seiner Software für File-Synchronisation und Filesharing in Firmen vorgestellt. Besonderheit ist, dass im Gegensatz zu bekannten Diensten Administratoren die Kontrolle über die dort verwalteten Unternehmensdaten behalten. Dafür sorgt nicht nur eine neue Engine für Dateizugriffsregeln, sondern auch die Möglichkeit, die Cloud auf dem eigenen Server zu betreiben. Für den Zugriff stehen Apps und Clients für Desktops, Smartphones und Tablets mit unterschiedlichen Betriebssystemen zur Verfügung.

Version 6 von owncloud bringt mit der Jive-Integration auch einen Activity Stream (Screenshot: ownCloud).
Version 6 von ownCloud bringt mit der Jive-Integration auch einen Activity Stream (Screenshot: ownCloud).

Die Integrationsmöglichkeiten ergänzt ownCloud mit Version 6 seiner Enterprise-Software zudem in den Bereichen Speicher, Sicherheit, Anwendungen. Die als File Firewall bezeichnete Funktion erweitert die bisherigen Mechanismen zur Zugriffskontrolle. Mit ihr legen Administratoren Richtlinien fest, die den Zugriff auf den ownCloud-Server zum Beispiel anhand von Endgerät, Art des mobilen Gerätes, IP-Adresse, Webclient weiteren Kriterien erlauben oder verweigern können.

Die Out-of-the-Box-Integration liefert nun einen Connector zur Social-Collaboration-Software Jive. Das Plug-In, zeigt in Jive-Gruppen ownCloud in Dateien innerhalb von Ordnern an, wobei jeder Ordner eine Jive-Gruppe repräsentiert und synchronisiert Dateien der Nutzer, die Dateien auf dem Jive Server bearbeiten können.

OwnCloud enthält jetzt zudem einen Assistenten für die Verbindung von einzelnen oder mehreren Benutzerverzeichnissen. Mit der Eingabe der LDAP oder Active Directory Benutzerdaten kann der Administrator Benutzergruppen verwalten und die passenden Filter setzen. SAML-Authentifizierung (Security Assertion Markup Language) ermöglicht Organisationen, ownCloud einfacher in bestehende Umgebung einzubauen.

Und für die Anwendungsintegration stehen neue Programmierschnittstellen bereit. Die interne Serveranwendungs-API erleichtert es Entwicklern, Erweiterungen und Anpassungen an ownCloud-Server zu erstellen. Die Sharing REST API erlaubt den Zugriff auf ownClouds Filesharing und das Benachrichtigungs-Subsystem. Außerdem sind neue Mobile Libraries für iOS- und Android-Geräte verfügbar. Ein neues Application Framework verbessert schließlich das Management von Drittanbieter-Apps und die schon bisher mögliche Installation dieser Apps in ownCloud.

Letzlich hat der Anbieter auch an Performacne und Usability gefeilt – so wie das bei neuen Versionen von Unternehmenssoftware üblich ist. ownCloud 6 Enterprise Edition basiert auf der ownCloud 6 Community Edition und bietet zusätzliche Funktionen. Die Software steht ab sofort zum Download bereit und kostet mindestens 7200 Euro für 50 Nutzer pro Jahr. Für Tests und die Erprobung stellt ownCloud den Enterprise Server erstmals in Form einer virtuellen Appliance vor, die VMware, Hyper-V, Xen und KVM unterstützt. Die Community-Version hat ITespresso erst kürzlich einem ausführlichen Praxistest unterzogen.

owncloud-6-ordnerstruktur

Praktisch zeitgleich mit der Vorstellung der neuen Version seiner Software kann der Anbieter den erfolgreichen Abschluss einer Serie-A-Finanzierungsrunde melden. In deren Rahmen haben Devonshire Investors und die bereits an ownCloud beteiligten General Catalyst Partners sowie Kunden und die bereits am Unternehmen beteiligten Business Angel 6,3 Millionen Dollar in das Unternehmen investiert. Larry Bohn, Managing Director bei General Catalyst Partners. Begründet das Engagement seines Unternehmen damit, dass ownCloud sich dadurch vom Wettbewerb abhebe, das, es die Installation vor Ort ebenso wie die die Nutzung der Cloud oder hybrider Szenarien ermöglich.

Das sei angesichts der in Firmen nicht nur immer populäreren, sondern auch immer häufiger erforderlichen Möglichkeit, Dateien anderen zu übermitteln und gemeinsam zu bearbeiten sowie verteilteren Mitarbeiterstrukturen eine begehrte Option. Allerdings könnten eben dafür angebotene Dienste nicht die erforderliche Integration in die in Firmen vorhandenen Werkzeuge zur Absicherung, Gewährleistung der Gesetzeskonformität und den Tools zum Identity Management bieten. Das nun erhaltene Geld will ownCloud einsetzen, um seine Bemühungen in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Entwicklung in Europa und den USA auszubauen.

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