iOS 7.1 bringt Support für CarPlay und stopft 41 Sicherheitslöcher

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Die aktuelle Version verbessert auch den Fingerabdruckscanner Touch ID sowie den Sprachassistenten Siri. Allein 19 Anfälligkeiten stammen aus der Browserengine WebKit. Über eine weitere Schwachstelle ist Apple bereits seit mindestens März 2013 informiert.

Apple hat iOS auf die Version 7.1 aktualisiert. Das neueste Update des Mobilbetriebssystems kommt mit einer Unterstützung für die Auto-Schnittstelle CarPlay. Darüber hinaus bringt es Verbesserungen für die Spracherkennungssoftware Siri sowie den Fingerabdrucksensor Touch ID. Überdies schließt das Unternehmen aus Cupertino damit 41 Sicherheitslücken des Vorgängers iOS 7, allein 19 davon stammen aus der Browserengine WebKit.

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CarPlay, das zunächst als “iOS in the Car” bekannt wurde, ist zu den iPhone-Modellen 5 und 5S sowie 5C kompatibel. Über das Bordsystem soll es Autofahrern den Zugriff auf die Funktionen eines angebundenen iPhones ermöglichen. Auch der sprachgesteuerte Assistent Siri ist in der Lage, iOS-Anwendungen aufzurufen. Zu den Partnern, die ab diesem Jahr eine Integration offerieren, zählen Apple zufolge Ferrari, Chevrolet, Honda, Jaguar, Nissan, Mercedes und Volvo.

Laut den Versionshinweisen hat der Konzern auch die Fingerabdruckserkennung mittels Touch ID überarbeitet. Sowohl in Chinesisch und Englisch, als auch in australischem Englisch sowie Japanisch soll Siris Stimme sich jetzt natürlicher anhören. Überdies können Spracheingaben ab sofort mit dem Home-Button gestartet und wieder beendet werden.

Die Kalender-App von iOS 7.1 beinhaltet erneut eine Monatsansicht. Außerdem zeigt diese in etlichen Ländern automatisch die hiesigen Feiertage an. Ebenso wurde iTunes Radio verbessert. Anwender können per Klick auf einen aktuell wiedergegebenen Song direkt das entsprechende Album kaufen. Nutzer des iPhone 5S haben darüber hinaus die Möglichkeit, den HDR-Modus über die Kamera-Einstellungen zu aktivieren.

Einer Sicherheitsmeldung zufolge hat Apple ferner Anfälligkeiten in den iOS-Komponenten FaceTime, Backup, Certificate Trust Policy, Crash Reporting, ImageIO, iTunes Store, Kernel, Safari, Office Viewer, Springboard, Telephony und WebKit behoben.

So war es in der Vorgängerversion etwa möglich, ohne Kenntnis des Nutzers einen FaceTime-Anruf durch eine manipulierte Webseite zu initiieren. Darüber hinaus soll das Update verhindern, dass eine Person, die aktuell Zugang zu einem iPhone hat, das Feature “Mein iPhone finden” ohne Passworteingabe deaktivieren kann.

Die Details zu vier der Anfälligkeiten stammen nach Apple-Angaben von einem Nutzer mit Namen “evad3ers”. Hinter dem Pseudonym könnte womöglich ein Jailbreak-Entwickler für iOS stecken. Evad3rs soll unter anderem Informationen zu einer Schwachstelle im iOS-Kernel geliefert haben. Diese Art der Sicherheitslücke wird für das Aufspielen eines Jailbreak benötigt.

Hinzu kommt, dass sich Apple bei einigen der Anfälligkeiten zuviel Zeit für die Entwicklung eines Patches genommen hat. Ein Leck in ImageIO datiert beispielsweise aus dem Jahr 2012. In OS X hatte Apple jene Lücke allerdings bereits im März 2013 geflickt.

Zur Nutzung von iOS 7.1 wird mindestens das iPhone 4, das iPad2 oder das iPod Touch der fünften Generation benötigt. Die neue Version kann Over-the-Air oder per iTunes bezogen werden.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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