CeBIT: GMX und Web.de offerieren De-Mail jetzt uneingeschränkt gratis

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de-mail-logo (Bild: De-Mail)

Bislang waren maximal zehn Nachrichten im Monat kostenlos. Danach wurden pro De-Mail 0,39 Cent fällig. Ab sofort zahlen Privatanwender nur noch für zusätzliche Leistungen wie “Einschreiben” dazu. Web.de etwa verlangt dafür 0,78 Cent.

Die United-Internet-Portale GMX und Web.de lancieren zur CeBIT eine Flatrate für den verschlüsselten Kommunikationsdienst De-Mail. Die Nutzer der jeweiligen E-Mail-Angebote können ab sofort gratis und unbegrenzt rechtssichere Mitteilungen versenden und empfangen.

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“Unsere Kunden müssen sich keine Gedanken über mögliche Folgekosten machen. Denn mit der De-Mail-Flatrate bieten wir eine komplett kostenlose Grundversorgung”, erklärt Jan Oetjen, Geschäftsführer von GMX und Web.de.

Neben der Anmeldung beinhaltet das kostenfreie Angebot auch die Basisdienste von De-Mail. Wer hingegen zusätzliche Leistungen – etwa ein elektronisches Einschreiben inklusive der Optionen “persönlich und vertraulich” – nutzt, muss dafür bezahlen. So werden bei Web.de zum Beispiel 0,78 beziehungsweise 1,12 Euro für eine Nachricht fällig.

Mehr als 500.000 Privatanwender haben nach Angaben der United-Internet-Tochterfirmen einen De-Mail-Kontrakt bei ihnen abgeschlossen. Darüber hinaus sollen mehr als 20.000 Unternehmenskunden via 1&1 eine firmenspezifische De-Mail-Domain erhalten haben.

Die Entwicklung des rechtssicheren Kommunikationsdienstes wurde durch das Bundesministerium des Innern (BMI) – in Kooperation mit Vertretern aus Verwaltung, Verbänden und Wirtschaft – initiiert. Die Intention dahinter war die Schaffung einer sicheren E-Mail-Infrastruktur für Unternehmen, Bürger und Behörden.

Das De-Mail-Gesetz trat zum 1. August 2013 in Kraft. Seither entspricht De-Mail der gesetzlichen Schriftformerfordernis. Der Kommunikationsstandard ist rechtlich somit dem Brief gleichgestellt. Der De-Mail-Service beinhaltet jedoch keine Ende-zu-Ende-Chiffrierung, sondern lediglich eine Transportverschlüsselung.

Aus technischen Gründen werden die Nachrichten stattdessen auf einem Hochsicherheitsserver innerhalb des Bruchteils einer Sekunde kodiert und wieder dekodiert. Dieses Verfahren sei vom BSI getestet und auf der Grundlage höchster internationaler Sicherheitsstandards verifiziert worden, so der ITK-Branchenverband Bitkom.

Der Chaos Computer Club kritisiert hingegen, dass damit das Briefgeheimnis nicht gewahrt sei. Er empfiehlt daher andere Verschlüsselungstechniken wie OpenPGP. Diese gelten allerdings als weniger benutzerfreundlich.

Zur CeBIT 2013 hatten GMX und Web.de das De-Mail-Freikontingent von fünf auf zehn monatliche Gratis-Mitteilungen erhöht. Für darüber hinausgehende De-Mails fielen bisher 0,39 Euro an. Auf der diesjährigen Messe präsentieren die Mailanbieter De-Mail am Messestand des BMI in Halle 7 (Stand A58).

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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