Acronis startet Backup as a Service

CloudData & StorageStorage
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Der Software-Hersteller, in Deutschland erfolgreich mit seinen Imaging-Produkten, sieht Cloud-Storage nicht mehr getrennt von lokalen Sicherungen. Sein neuer Dienst wird zwar vor allem über Cloud-Provider angeboten, kann aber auch im lokalen Netz sichern. Den Dienst können auch kleinere IT-Dienstleister oder Hosting-Betreiber anbieten – und bei KMUs nur für die jeweilige Nutzung abrechnen.

Das neue BaaS (Backup as a Service) sichert Daten ganzer Server ode Serverfarmen lokal und im Web. Die Technik dahinter nennt sich “Anydata” und ist eine Art Bindeglied, die auf jeden Datenträger über jedes Netz speichern kann und die Daten von dort wieder zurückholt – an einer oder mehreren Stellen, je nachdem, wie es zuvor in der Oberfläche festelegt wurde.

BaaS-Personalisierung
Anbieter des BaaS-Dienstes können ihn personalisieren. Offizieller Anbieter nach außen ist dann der lokale IT-Service (Screenshot: Acronis).

Acronis versucht, statt Produkte für das Sichern (wie etwa TrueImage 2014) per Handel zu verkaufen, die neuen Services über Internet-Provider und Systemhäuser anzubieten. Das neue Verkaufsmodell verlangt keine einmalige höhere Bezahlsumme mehr wie bei verpackter Software aus der Box: es ermöglicht den Betreibern, je nach Nutzung abzurechnen. Die Dienstleister können dabei BaaS unter ihrem eigenen Namen im eigenen Design anbieten. Nur die einfache Oberfläche für Administratoren, die User anlegen oder Backup-Stati abfragen, bleibt die gleiche.

Die Kunden ersparen sich die Investitionen in Storage-Systeme und Software. Das können nun die Systemhäuser, Rechenzentren und Internet-Provider übernehmen. Interessierte Wiederverkäufer entsprechender Dienste können sich ein passendes SPLA (“Service Provider License Agreement“) herunterladen. Acronis spricht damit vor allem viele lokale kleinere und mittelgroße IT-Dienstleister an. Sie legen ihre Preise selbst fest und geben Anteile an Acronis ab.

BaaS-User-Übersicht
Der Admin sieht auf einen Blick, welche Sicherungen gerade laufen. (Screen: Justin Varilek)

Das Unternehmen ist derzeit bereits im Gespräch mit zahlreichen deutschen Anbietern. Voraussichtlich im Sommer entstehen daraus verschiedene Angebote bei größeren und kleineren Internet-Anbietern. Europa-Resales-Chef Rene Ouldenbeuving erklärt, schon wenige Wochen nach der CeBIT die ersten Anbieter, Daten und Preise hierzulande nennen zu können: Das Aufsetzen der Technik gehe schließlich recht schnell. Im Weg stehen nur noch Vertragsuterschriften und Verwaltungsformalitäten.

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