Avira erweitert Funktionsumfang seiner Antivirensoftware

Sicherheit
Avira Protection Cloud (Infografik I)

Die kostenlose Variante für Windows ermöglicht jetzt auch die Analyse verdächtiger Dateien in der Cloud. Die Mac-Version kooperiert hingegen nun besser mit Apples Backup-Tool Time Machine. Die Software-Updates werden in den nächsten drei Monaten schrittweise ausgerollt.

Avira hat die kostenlosen Windows- und Mac-Varianten seiner Antivirensoftware um zusätzliche Funktionen erweitert. Damit soll nach Angaben des Sicherheitsanbieters nicht nur der Systemschutz, sondern auch die Bedienbarkeit verbessert werden.

Avira Free Antivirus nutzt nun auch die Avira Protection Cloud
In dieser Grafik erklärt der Hersteller die Funktionsweise der Avira Protection Cloud (Bild: Avira).

Avira Free Antivirus für Windows wartet nun mit der Avira Protection Cloud auf. Die Funktion nutzt die Wolke, um den digitalen Fingerabdruck verdächtiger, ausführbarer Dateien mit Malware-Daten abzugleichen. Findet der Virenscanner auf der Festplatte eine unbekannte Datei, so wird diese zur Überprüfung in die Cloud hochgeladen und dort als sauber oder infiziert eingestuft werden.

Auf diese Weise benötigt die Software nur einen Bruchteil der Systemressourcen, die normalerweise für die lokale Dateianalyse erforderlich sind. Zudem sind die Informationen in der Cloud dank stets auf dem neuesten Stand, sodass Nutzer laut Avira auch zwischen regulären Programm-Updates geschützt ist. In den kommenden drei Monaten wird das Avira-Protection-Cloud-Feature sukzessive an alle Anwender verteilt.

Auch Avira Browser Safety ist im Zuge der Produkterweiterung neu im kostenlosen Windows-Antivirenpaket des Security-Spezialisten: So sorgt etwa der sogenannte “Sicherheitsberater” dafür, dass die Suchresultate und die durch den Nutzer besuchten Websites entweder als sicher oder unsicher klassifiziert werden. Der Browser Tracking Blocker verhindert hingegen, dass das Surfverhalten analysiert und entsprechend aufgezeichnet wird. Das Feature ist aktuell nur für Chrome verfügbar, soll aber bald auch in Firefox sowie den Internet Explorer integriert werden.

Hinzu kommt außerdem eine Funktion namens Online Essentials, bei der es sich um ein browserbasierendes Management-Dashboard handelt. Nutzer können die Online-Konsole dazu verwenden, mehrere Geräte inklusive der darauf installierten Avira-Produkte von zentraler Stelle aus zu verwalten. Dem Security-Anbieter zufolge geht dies nicht nur für Windows-basierende Devices, sondern auch für iOS- und Android-Mobilgeräte. Darüber hinaus löscht das Feature auf Wunsch sämtliche Toolbars und Werbebanner im Browser.

Die Mac-Version von Avira Free Antivirus hat ebenfalls ein erweiterndes Funktionsupdate erhalten und arbeitet nun besser mit Apples Backup-Software Time Machine zusammen. Das Tool, das stündlich Backups kreiert, beanspruchte zuvor derart viel Systemressourcen, dass Aktualisierungs- und Scanvorgänge beeinträchtigt wurden. Nun soll Avira Free Antivirus für Mac auch während eines Backup-Prozesses reibungslos seinen Dienst verrichten.

Neben der erhöhten Scan-Leistung bietet Aviras Mac-Variante nun eine unmittelbare Erkennung von Zero-Day-Exploits, eine neue Nutzeroberfläche sowie Echtzeit-Benachrichtigungen per Apple Notification Center. Überdies wurde auch ein Quarantäne-Management integriert. Die kostenlosen, erweiterten Antivirenprogramme stehen für die jeweilige Plattform auf der Avira-Homepage zum Download bereit.

Downloads zu diesem Beitrag:

Avira Free Antivirus für Windows
Avira Free Mac Security

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