Google startet Online-Kartensammlung Maps Gallery

Allgemein
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Es handelt sich dabei nur indirekt um eine Erweiterung des klassischen Kartendienstes von Google. Mit Maps Gallery sollen vielmehr Organisationen und Behörden die Möglichkeit erhalten, ihre Spezialkarten unkompliziert der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Jordan Breckenridge, Produktmanager für Google Maps, hat die Google Maps Gallery vorgestellt. Damit bietet der Konzern eine neue Möglichkeit für Organisationen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen sowie Firmen, ihre Karten mittels der Google Maps Engine zu veröffentlichen und zugleich Dritten zu erlauben, diese Karten in ihre Angebote zu integrieren. Besonderheit ist, dass die Karten nicht nur als Abbildung zur Verfügung stehen, sondern mit dem klassischen Google Maps hinterlegt und dadurch in einen größeren Zusammenhang eingeordnet werden.

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So sieht die Darstellung historischer Karten in der Google Maps Gallery aus – hier am Beispiel eines Stadtplans von London aus dem Jahr 1832 (Screenshot: ITespresso).

Die Google Maps Engine hatte der Konzern im vergangenen Jahr in Betrieb genommen. Damit sollen sich Daten leicht in Karten darstellen lassen. Die Google Maps Gallery geht darüber noch etwas hinaus, da sich auch existierende Karten einbinden lassen.

So zur Verfügung gestellt Karten können Nutzer dann einerseits in Google Earth betrachten, andererseits sind durch Suchmaschinen – allen voran natürlich der von Google – leicht auffindbar. Für nützlich hält das Breckenridge zum Beispiel bei städtischen Bauvorhaben, historischen Stadtplänen, Kartenmaterial zur Bevölkerungsverteilung oder Karten, die Veränderungen der Umwelt anschaulich darstellen – etwa die Abholzung des Waldes oder den Anstieg der in bestimmten Gebieten gemessenen Temperaturen über einen gewissen Zeitraum hinweg.

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Dieses Beispiel für eine thematische Karte in Google Maps Gallery zeigt den Anteil der Internetnutzer an der Bevölkerung im weltweiten Vergleich (Screenshot: ITespresso).

Wer bei der Galerie Karten veröffentlicht, behält die Hoheit über die mögliche Verwendung. So lassen sich über die Einstellungen etwa Markenbezeichnungen, Gestaltung und Lizenzbedingungen festlegen.

Das nutzt zum Beispiel die Zeitschrift National Geographic, die in der Maps Gallery unter anderem eine thematische Karte zum amerikanischen Bürgerkrieg anbietet – die sich über seitlich angebrachten Link dann auch gleich in ihrer gedruckten Form bestellen lässt.

Zum Start wirkt das Angebot allerdings noch etwas willkürlich zusammengestellt. Neben der National Geographic Society beteiligen sich daran etwa die Weltbank, der Geologische Dienst der USA, eine Behörde für Notfallplanung in Florida und die kanadische Stadt Edmonton. Einrichtungen, die sich beteiligen wollen, müssen sich zunächst dafür bewerben.

Webnutzer, die sich generell für ungewöhnliche thematische Karten interessieren, finden davon zahlreiche unter anderem auch beim Twitter-Konto Amazing Maps. Wer dagegen selber Karten erstellen, auf seiner Website veröffentlichen oder sie auch ausdrucken möchte, wird dabei zum Beispiel vom Dienst Stepmap gut unterstützt.

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