Samsung hat bei Smartwatches die Nase vorne

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Nur eine Fernsteuerung für Samsung-Handys: Galaxy Gear (Bild: News.com)

Neben den Smartphone-Begleitern des koreanischen Konzerns spielen auch die eher im Sportumfeld angesiedelten Produkte von Nike, Garmin und Fitbit eine Rolle. Auf die vier Hersteller zusammen entfallen knapp 60 Prozent des Marktes. Dessen Umsatzvolumen hat sich im vergangenen Jahr verzehnfacht.

Sony Smartwatch 2
Sonys Xperia Z1 mit der Smartwatch des japanischen Konzerns (Bild: Sony).

2013 wurden weltweit rund 3 Millionen Smartwatches verkauft. Gegenüber dem Absatz von lediglich rund 300.000 Stück im Vorjahr hat sich der Markt damit verzehnfacht. Auch die Anzahl der Anbieter hat stark zugenommen. Dennoch vereinigen laut den jetzt vorgelegten Zahlen der Schweizer Smartwatch Group die zehn relevantesten Anbieter 82 Prozent des Marktes auf sich. Allein auf den führenden Anbieter, Samsung, entfällt gut ein Drittel, Sony steuert nur sieben Prozent bei.

Die Smartwatch Group ist ein gemeinsames Unternehmen des früheren McKinsey-Mitarbeiters Pascal Koenig und der selber Smartwatches anbietenden Firma Limmex. Die rangiert in der Liste allerdings nicht unter den Top-Ten-Anbietern. Für 2014 rechnen die Marktbeobachter damit, dass App-Standards definiert werden und die Zahl der Anbieter weiter rasch zunimmt. Beides führe zu einem auch in diesem Jahr schnell wachsenden Markt.

Allerdings werde Software die bisher als wichtigstes Differenzierungsmerkmal fungierende Hardware ablösen. App Developer einerseits und Hardware-Lieferanten andererseits würden dabei gegenseitig voneinander profitieren.

“Umso mehr wichtige Smartwatch Apps es gibt, umso mehr Hardware wird verkauft, und umso mehr gute und erschwingliche Hardware es gibt, umso mehr App-Entwickler interessieren sich für das Segment”, sagt Pascal Koenig. “Mit derzeit 30.000 Software-Entwicklern, die an Smartwatch-Apps arbeiten, ist die kritische Masse nun erreicht”, so Koenig weiter.

Smartwatch Pebble
Die schwarmfinanzierte Smartwatch von Pebble versteht sich auch mit dem iPhone (Bild: CNET)

Außerdem geht die Smartwatch Group von einer Konzvergenz der Gerätekategorien aus. Modelle, die hauptsächlich Tätigkeiten des Trägers protokollieren sollen oder dessen sportliche Leistungen dokumentieren näherten sich immer stärker “traditionellen Smartwatches” an.

Als Smartwatch definieren die Marktforscher am Handgelenk getragene Geräte die zumindest die Zeit anzeigen und eine Internetverbindung aufbauen können.

Der Smartwatch Group zufolge nimmt die Zahl der Anbieter von derzeit rund 40 bis Ende des Jahres auf rund 200 zu. Dem Marktvolumen prognostiziert sie ein Wachstum von 700 Millionen Dollar auf 2,5 Milliarden Dollar. Der Durchschnittspreis einer Smartwatch fällt ihrer Ansicht nach im Laufe des Jahres von 225 auf 205 Dollar.

Markt für Smartwatches 2013 (laut Zahlen der Smartwatch Group)

Firma Produktname Verkaufte Stückzahlen Umsatz in Dollar Marktanteil in Prozent
Samsung Galaxy Gear 800.000 240 Millionen 33,8
Nike Fuelband (incl. SE) 400.000 60 Millionen 8,4
Garmin Forerunner 220/620, D2, S4 200.000 60 Millionen 8,4
Fitbit Fitbit Force 450.000 59 Millionen 8,2
Sony SmartWatch 250.000 50 Millionen 7,0
Pebble Pebble Watch 300.000 45 Millionen 6,3
Shanda Geak Watch 100.000 30 Millionen 4,2
Mio Alpha Heart Rate Sport Watch 100.000 20 Millionen 2,8
Yingqu InWatch One 50.000 13 Millionen 1,8
Casio G-Shock Bluetooth 50.000 10 Millionen 1,4
Andere 450.000 125 Millionen 17,6
Gesamt 3.150.000 711 Millionen 100

MWC 2014: Barbara Gehl von Samsung über die Smartwatch-Reihe Gear

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