Abbyy FineReader 12 erkennt Texte schneller

Software

Neue Algorithmen erlauben dem Scan- und Dokumentenverarbeitungsprogramm schnellere OCR-Leistungen im Hintergrund. Auch das Umwandeln von ausgewählten Abschnitten wurde vereinfacht. Die aktuelle Version öffnet zudem Dokumente jeder Länge und unterstützt zusätzliche Sprachen.

Der Abbyy FineReader 12 ist jetzt erhältlich. Die wichtigste Neuerung im Vergleich zur Vorversionen ist, dass der Hesteller die Optical Character Recognition (OCR) ersetzt hat. Sie läuft nun deutlich schneller als zuvor und verrichtet ihre Arbeit im Hintergrund, während der Anwender in einer überarbeiteten Oberfläche bereits neue Aufgaben in Angriff nimmt. So kann etwa ein spezieller Bereich des Scans angewählt und schnell in Text gewandelt werden, wenn gleichzeitig im Hintergrund noch der letzte 100-Seiten-Stapelscan konvertiert wird. Die integrierte Logik erkennt dabei auch Tabellenstrukturen und Formatierungen.

Abbyy FineReader 12

Verbessert hat der Hersteller auch seine Dokumentenkonvertierung – auch diese läuft nun schneller. Auch die Erkennungsrate bei asiatischen Sprachen hat der Anbieter erhöht. Scans oder Fotos in jeder unterstützten Sprache (das sidn inzwischen 190) werden in editierbare und durchsuchbare elektronische Formate gewandelt, darunter Word, Excel, PDF, TXT, gängige E-Book-Formate und einige andere.

Zur Beibehaltung von Layouts der Originale auch im gewählten Output-Format nutzt das Produkt die “Adaptive Document Recognition Technology”. Sie sorgt dafür, dass Textgröße und Schriftart, Tabellen, Diagramme, Spalten, Kopf- und Fußzeilen, Fußnoten, Inhaltsverzeichnisse, Seitenzahlen und andere Eigenschaften mehrseitiger Dokumente im Ziel-File reproduziert werden. Dies gilt auch für die Herstellung von E-Books im Format EPUB und für geschützte PDF-Dokumente.

Viele der genannten Neuerungen hatte der Hersteller bereits in neue Versionen für unterschiedliche Plattformen integriert – in FineReader 12 finden sich all diese Arbeiten gesammelt in der Windows-Variante wieder. Zahlreiche zusätzliche Hilfen wie eine Bildverarbeitung mit vielen Automatismen machen auch aus schlecht gescannten Dokumenten visuell besser erkennbare Dateien. Papier-Scans oder Digitalkamera-Fotos werden damit zu archivierbaren Dateien. Eine Cloud-Funktion speichert und öffnet Dateien aus Online-Storage-Diensten wie HiDive, OneDrive, Dropbox oder Google Drive.

Die Version FineReader 12 Professional kostet 129 Euro, die Variante FineReader 12 Corporate, die speziell auf die Bedürfnisse mittelständischer bis großer Unternehmen zugeschnitten ist, soll später im Jahr verfügbar werden und vermutlich wie die Vorversion 189 Euro kosten. Ein offizieller UVP ist dafür noch nicht mitgeteilt worden.

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