Google Maps: Neue Oberfläche rückt die Karte in den Mittelpunkt

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Die bisher nur als Vorschau verfügbare, überarbeitete Webversion erscheint beim Aufruf des Kartendienstes auf dem Desktop künftig automatisch. Bei ihr gehen Nutzer von der interaktiven Karte aus, die deutlich im Vordergrund steht. Google plant die Umstellung im Lauf der kommenden Wochen vorzunehmen.

Google wird in den kommenden Wochen die im Juli 2013 präsentierte neue Webversion von Maps für alle Desktop-Nutzer einführen. Das hat der Konzern jetzt mitgeteilt. Nach der Eingabe von maps.google.de erscheint dann im Browser standardmäßig die überarbeitete Oberfläche mit allen neuen Funktionen.

Die neue Oberfläche von Google Maps
Die neue Oberfläche von Google Maps

Anfänglich stand die neue Version von Google Maps nur einem ausgewählten Nutzerkreis per Einladung offen. Seit der Vorstellung im Juli konnte das Update dann bereits in der Vorschauversion von jedermann getestet werden. Zunächst vermisste Funktionen, etwa die Routenberechnung mit Zwischenzielen, wurden von Google nach Protesten der Nutzer inzwischen nachgereicht.

Die Oberfläche zeigt künftig die zuvor auf der Seitenleiste dargestellten Informationen am oberen Rand einer Vollbildkarte an. Suchergebnisse lassen sich nun auch nach Empfehlungen aus den Kreisen des Nutzers bei Google+ filtern. Klickt man auf ein Suchresultat, passt sich die interaktive Karte automatisch an und schlägt beispielsweise interessante Orte in der Nähe vor.

Nutzer sehen zudem bei jeder Suche eine personalisierte Karte, die für sie nach Ansicht von Google wichtige Details wie Restaurants und Sehenswürdigkeiten anzeigt. An Google Now angelehnte Infokarten liefern Einzelheiten zu Wegpunkten. Dazu gehören etwa Öffnungszeiten, Bewertungen und Links zu Street View. Die Navigation erlaubt einen Vergleich zwischen unterschiedlichen Verkehrsmitteln und gibt eine grafische Übersicht über die jeweils veranschlagte Reisezeit.

Die Karten basieren jetzt auf Vektordaten statt auf Grafikkacheln, was für einen schnelleren Aufbau und eine flüssigere Darstellung beim Zoomen sorgt. Neu ist auch eine 3D-Ansicht wie in Google Earth. Sie erfordert allerdings keine zusätzliche Software, sondern nur einen WebGL-fähigen Browser. Außerdem verwendet Google für die Karten einige neue Farben und Symbole.



[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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