Open-Source-Beratungszentrum will Start-ups und KMU unterstützen

IT-ManagementIT-ProjekteOpen SourceSoftwareStart-UpUnternehmen
Linuxquestions.org hat Nutzer in 30 Kategorien nach der populärsten Open-Source-Software gefragt (Bild: Shutterstock / Bildagentur Zoonar)

Es wird von der Open Source Business Alliance und der MFG Innovationsagentur für IT und Medien Baden-Württemberg betrieben. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart steuert wissenschaftliche Expertise bei. Die Erstberatung ist für Firmen kostenlos.

Das gemeinsam von der MFG Innovationsagentur für IT und Medien Baden-Württemberg und der Open Source Business Alliance (OSBA) eingerichtete Open-Source-Beratungszentrum (OSBZ) hat jetzt seine Tätigkeit aufgenommen. Es bietet Gründern und KMU, die offene Software anbieten oder anwenden, eine kostenlose Erstberatung. Erfahrene Berater mit Branchenkenntnis übernehmen dann die Intensivberatung. Im Mittelpunkt stehen die Beurteilung des Geschäftsmodells und die projektbezogene Beratung im Bereich Open Source.

Das Open-Source-Beratungszentrum in Stuttgart hilft Start-ups und KMU.

Das OSBZ wird durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt. Ziel des Projekts ist es daher auch, die Wirtschaft in Baden-Württemberg durch Open-Source-Software zu stärken.

Das OSBZ greift für seine Tätigkeit auf ein Netzwerk aus zertifizierten Beratern zurück und berät in zwei Schritten: Ein sogenannter Technology Check-up klärt allgemeine Fragen und ermittelt den weiteren Beratungsbedarf. Diese Erstberatung kann dank der Projektförderung kostenlos angeboten werden. Ist der inhaltliche Schwerpunkt abzusehen, wird Gründern mit einer erfolgsversprechenden Geschäftsidee sowie KMU mit konkreten Projektabsichten ein intensives Coaching mit einem erfahrenen Branchenkenner vermittelt.

Die Initiatoren sehen wachsendes Interesse an offener Software auch aufgrund der aktuellen Datenschutzkrise. Allerdings bringe die zunehmende Beliebtheit auch einen erhöhten Beratungsbedarf mit sich. Das OSBZ will daher unter anderem Antworten auf folgende Fragen liefern: “Kann man als Open-Source-Start-up überhaupt Gewinne erwirtschaften?”, “Was muss man bei der Lizenzierung beachten, wenn man Offene Software anbieten möchte?”, oder “Wie können kleine und mittlere Unternehmen die Vorteile von Open Source nutzen?”

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart unterstützt das OSBZ mit wissenschaftlicher Expertise. Professor Thomas Kessel, Studiengangsleiter Wirtschaftsinformatik und wissenschaftlicher Leiter des Kompetenzzentrums Open Source (KOS) an der Stuttgarter Hochschule, erarbeitet dabei gemeinsam mit den Partnern des OSBZ Themen und betreut konkrete Projekte. Er soll so den Theorie-Praxis-Transfer in beide Richtungen ermöglichen.

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Open Source aus? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen