Smartphone mit Keramiktasten: Nokia stellt Lumia Icon vor

MobileSmartphone
nokia-lumia-930

Das Telefon steckt in einem Aluminium-Gehäuse und verwendet eine Qualcomm-Snapdragon-CPU mit 2,2 GHz, 2 GByte RAM und 32 GByte Speicher. Das 5-Zoll-Display besitzt eine Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten, die PureView-Kamera nimmt Bilder mit 20 Megapixeln auf.

Nokia hat jetzt sein Smartphone Lumia Icon offiziell angekündigt. Zunächst wird es allerdings ausschließlich über den US-Mobilfunkanbieter Verizon Wireless erhältlich sein. Der 5-Zoll-Screen des Windows-Phone-Geräts ist in einem Aluminiumgehäuse verbaut. Eine Besonderheit sind die aus Keramik gefertigten Tasten im Gehäuserand. Das Nachfolgemodell des ehemaligen Nokia-Top-Modells Lumia 928 wird von einem Qualcomm-Snapdragon-800-Prozessor mit 2,2 GHz Takt angetrieben.

nokia-lumia-icon-1024
Das Nokia Lumia Icon verfügt über ein Aluminiumgehäuse sowie Keramiktasten (Bild: Nokia).

Das Display, das durch Gorilla-Glass-3 geschützt wird, löst in Full HD (1920 mal 1080 Bildpunkte) auf. Dies entspricht einer Pixeldichte von 441 ppi. Neben der Qualcomm-CPU beherbergt das Mobiltelefon zudem 2 GByte Arbeitsspeicher sowie 32 GByte internen Speicher. Wie bei anderen Nokia-Modellen liegt der Schwerpunkt auch beim Lumia Icon auf der Kamera: Deren Bildsensor bietet eine Auflösung von 20 Megapixeln. Die PureView-Kamera verwendet Carl-Zeiss-Linsen sowie einen optischen Bildstabilisator.

Das kommende Nokia-Spitzenmodell kommuniziert per Bluetooth 4.0 mit sogenannten Wearables und anderen Geräten. Außerdem unterstützt es WLAN (801.11 a/b/g/n/ac) und das LTE-Mobilfunknetz von Verizon Wireless. Der Akku verfügt über eine Kapazität von 2420 mAh und lässt sich nach dem Qi-Standard drahtlos laden. Laut Nokia erlaubt der Stromspeicher bis zu 16,4 Stunden Sprechzeit. Zudem soll man bis zu 75 Stunden lang ununterbrochen Musik wiedergeben können.

Ein weiteres Erkennungsmerkmal des Lumia Icon sind vier integrierte Mikrofone, welche offenbar vorwiegend die Tonqualität in Videoaufnahmen verbessern sollen. In einem YouTube-Video vergleicht es Nokia in dieser Hinsicht mit dem Samsung Galaxy S4.

Das Lumia Icon misst 13,7 mal 7,1 Zentimeter bei einer Höhe von 9,8 Millimetern. Aufgrund der verwendeten Materialien wiegt es 167 Gramm und damit etwas mehr als frühere Spitzenmodelle des Herstellers: Das Lumia 925 mit einm Gehäuse aus Polycarbonat und Metallrahmen wiegt beispielsweise 139 Gramm, allerdings bei einer Bildschirmdiagonale von lediglich 4,5 Zoll. Das Phablet Lumia 1520 kommt trotz 6-Zoll-Display – ebenfalls dank Polycarbonat – auf nur 209 Gramm.

nokia-lumia-icon-
Das Nokia Lumia Icon wird zunächst nur vom US-Provider Verizon Wireless vermarktet. Ob und wann ein Verkauf in Deutschland vorgesehen ist, hat Nokia noch nicht mitgeteilt (Bild: Nokia).

Mit der Ankündigung des Icon gelang Nokia allerdings kein Überraschungscoup: Bereits im Januar hatte Verizon die Daten versehentlich publik gemacht. Zudem gibt es offenbar bei Nokia undichte Stellen: Das Twitter-Konto @evleaks konnte in der Vergangenheit mehrfach qualitativ gute Bilder von Lumia-Geräten vorab veröffentlichen. Diese erwiesen sich im Nachhinein bisher alle als echt. Im Mittelpunkt des Interesses der Smartphone-Fans steht derzeit allerdings primär das Android-Modell Nokia X, da auch als “Normandy” bezeichnet wird und dass der Hersteller voraussichtlich auf einer Pressekonferenz am 24. Februar offiziell vorstellen wird.

Bei Verizon Wireless ist das Lumia Icon ab 20. Februar lieferbar. Mit zwei Jahren Vertrag kostet es 199 Dollar. CNET hat das Gerät bereits getestet. Demnach ist es sehr schnell. Besonders Kamera- und Bildschirmqualität führen zur Note “exzellent” – respektive zu 8,3 von 10 Punkten. Bemängelt werden dagegen die mittelmäßige Sprachqualität, das Fehlen eines SD-Kartensteckplatzes und das aus Sicht der Tester wenig aufregende Design.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie Nokia? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen