LG zeigt mit dem G Pro 2 ein 5,9-Zoll-Phablet mit Android 4.4

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Das G Pro 2 beinhaltet eine Snapdragon-800-CPU, 3 GByte Arbeitsspeicher und einen Blitz für die Frontkamera. Die Display-Auflösung beträgt wie beim Vorgänger 1920 mal 1080 Pixel, dafür gibt es neue Software-Funktionen.

In Seoul hat LG die zweite Generation seines Android-Phablets G Pro präsentiert. Analog zu ihren weiteren High-End-Modellen verzichten die Koreaner dabei auf den Namenszusatz “Optimus”. Somit heißt das Nachfolgegerät des Optimus G Pro schlicht G Pro 2. Neben einem leistungsfähigeren Prozessor, einem größeren Display und mehr Arbeitsspeicher bietet LG es auch neue Software-Funktionen sowie einen Blitz für die frontseitige Kamera.

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Ende Februar ist für LGs G Pro 2 zunächst in Korea Marktstart (Bild: LG).

Der IPS-Bildschirm des Phablets hat eine Vergrößerung von 5,5 auf 5,9 Zoll erfahren. Außerdem wurde der Rahmen dünner und misst nun nur noch 3,3 Millimeter. Die Display-Auflösung ist mit 1920 mal 1080 Bildpunkten (Full-HD) allerdings gleich geblieben. Somit sinkt die Pixeldichte von 400 auf 373 ppi.

Im Inneren des G Pro 2 arbeitet erwartungsgemäß eine 2,26 GHz schnelle Snapdragon-800-CPU von Qualcomm, die über vier Kerne und eine integrierte Adreno-330-Grafikeinheit verfügt. Derselbe Chip wird beispielsweise auch in Googles Nexus 5 verwendet. Die erste G-Pro-Generation nutzte hingegen einen Snapdragon-600-Prozessor. Die Größe des Arbeitsspeichers hat sich im Vergleich zum Vorgängermodell von 2 auf 3 GByte erhöht. Für Daten und Apps stehen – abhängig von der Ausführung des Geräts – 16 oder 32 GByte interner Speicher bereit. Mittels einer Micro-SD-Karte lässt sich dieser noch erweitern.

In der Rückseite des G Pro 2 integriert LG wieder eine 13-Megapixel-Kamera, die jetzt aber über einen optischen Bildstabilisator verfügt. Zudem werden in 4K beziehungsweise Ultra-HD auflösende Video-Aufnahmen sowie Hochgeschwindigkeitsaufnahmen mit 120 Bildern pro Sekunde unterstützt. Die Tiefenschärfe lässt sich über die Funktion “Magic Focus” regulieren, ein Burst-Modus für maximal 20 aufeinander folgende Aufnahmen ist ebenfalls vorhanden. Die in der Front verbaute Kamera besitzt – wie im ersten G Pro – eine Auflösung von 2,1 Megapixeln, verfügt allerdings nun über einen eigenen Blitz.

Die Akkukapazität ist von 3140 auf 3200 mAh gestiegen. Aufgrund des etwas größeren Displays dürfte sich dies jedoch kaum in längeren Akkulaufzeiten niederschlagen. LG macht hierzu keine konkreten Angaben. Gewiss ist aber, dass der Stromspeicher auch künftig austauschbar ist. Drahtlose Internetkonnektivität besteht beim G Pro 2 per WLAN (IEEE 802.11 a/b/g/n/ac) sowie per LTE und HSPA+. Mit anderen Geräten kommuniziert das Phablet entweder über Bluetooth 4.0 oder via NFC.

Das G Pro 2 misst 15,8 mal 8,2 mal 0,83 Zentimeter und wiegt 172 Gramm. Damit ist es ebenso schwer sowie etwas größer, aber dünner als der Ende Juli 2013 in Deutschland eingeführte Vorgänger. Alle Hardwaretasten sitzen wie beim Smartphone-Flaggschiff G2 auf der Gehäuserückseite, womit LG die Bedienung erleichtern will.

Als Betriebssystem ist Android 4.4 installiert. Dieses wird von LG um einige praktische Software-Funktionen ergänzt. Das vom G2 und G Flex bekannte KnockOn etwa, bei welchem das Smartphone durch zweifaches Antippen des Displays aus dem Sleep-Modus geholt wird, erweitert LG nun zum sogenannten “KnockCode”. Hierbei wird das Gerät nicht nur aktiviert, sondern parallel auch entsperrt. Das Display wird zu diesem Zweck in vier Zonen unterteilt, die der Nutzer in der richtigen Reihenfolge anzutippen hat. So lassen sich Kombinationen festlegen, die bis zu acht Stellen besitzen können, woraus sich über 80.000 verschiedene Eingabemöglichkeiten ergeben.

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Auch ein Passwortschutz namens “Content Lock”, der Dateien, Videos und Bilder sichern soll, ist nun an Bord. Ein weiteres Feature mit Namen “Mini View” ermöglicht es, den dargestellten Bildschirminhalt auf 3,4 bis 4,7 Zoll zu verkleinern. Dadurch soll sich das Phablet einfacher mit einer Hand bedienen lassen. Komfortableres Surfen verspricht die Funktion “Dual Browser”, die zwei Browserfenster nebeneinander anzeigt.

Das LG G Pro 2 wird Ende Februar zunächst in Korea auf den Markt kommen. Dort wird es dann in den Farben Silber, Weiß und Titan zu haben sein. Einen Preis hat der Hersteller noch nicht bekannt gegeben. Dies könnte er allerdings auf dem Mobile World Congress nachholen, der vom 24. bis 27. Februar in Barcelona stattfindet.

Dort nämlich will LG das G Pro 2 an seinem Stand in Halle 3 der Öffentlichkeit vorstellen. Das erste G Pro kostete zur Einführung ohne Vertrag 599 Euro. Mittlerweile ist es Online für knapp 400 Euro erhältlich.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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