T-Online stellt am 31. März auf SSL-Verschlüsselung um

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United-Internet-Chef Ralph Dommermuth und Telekom-Chef René Obermann bei der Vorstellung der Initiative "E-Mail made in Germany" (Bild Deutsche Telekom AG).

Der unverschlüsselte E-Mail-Verkehr im E-Mail-Programm ist ab April nicht mehr möglich. Daher müssen-Nutzer, die ein T-Online-Konto via E-Mail-Programm auf PC, Notebook, Smartphone oder Tablet nutzen, Einstellungen ändern. Wer nur über den Browser auf sein Konto bei T-Online zugreift, kann das weiterhin wie gewohnt tun.

Die Deutsche Telekom stellt bei ihrem E-Mail-Angebot T-Online am 31. März 2014 alle E-Mail-Server auf SSL-Verschlüsselung um. Ab dann kommunizieren die Server untereinander sowie mit den für den Zugriff verwendeten Geräten der E-Mail-Nutzer nur noch verschlüsselt. Die Telekom hat jetzt darauf hingewiesen, dass Kunden unter Umständen selbst einige Einstellungen am Computer oder ihren mobilen Geräten ändern müssen, damit die Umstellung klappt.

United-Internet-Chef Ralph Dommermuth und Telekom-Chef René Obermann bei der Vorstellung der Initiative "E-Mail made in Germany" (Bild Deutsche Telekom AG).
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth (links) und Telekom-Chef René Obermann bei der Vorstellung der Initiative “E-Mail made in Germany” im August 2013 (Bild Deutsche Telekom AG).

T-Online-Nutzer, die ein lokales E-Mail-Programm auf PC, Notebook, Smartphone oder Tablet verwenden, sollten prüfen, ob die Verschlüsselung bereits aktiviert ist. Ist das nicht der Fall, müssen sie einige Einstellungen manuell vornehmen. Die Anleitungen für Outlook, Thunderbird, Windows Live Mail, Apple Mail und die E-Mail-Software 6.0 der Deutschen Telekom finden sich auf der dafür eingerichteten Website. Dort erfahren auch Smartphone- und Tablet-Nutzer, wie sie bei Android-Smartphones iPhone und iPad sowie Windows 8 Phones vorgehen müssen.

Nutzern anderer Programme und Plattformen empfiehlt die Deutsche Telekom zu überprüfen, ob als Posteingangsserver (POP3) bisher “pop.t-online.de” eingetragen ist, und dies dann in “securepop.t-online.de” zu ändern, die SSL-Verschlüsselung zu aktivieren und 995 als Port einzutragen.

Außerdem ist als Kennwort das E-Mail-Passwort einzugeben und ein Haken beim Punkt “Kennwort speichern” zu setzen. Die Telekom weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass das E-Mail-Passwort nicht mit dem Passwort identisch ist, das Nutzer für den Zugriff auf das E-Mail-Center, das Mediencenter oder das Telekom-Kundencenter verwenden. Falls Nutzer noch kein E-Mail-Passwort eingerichtet haben, sollten sie das umgehend im Telekom-Kundencenter tun oder dort ihr Passwort zu überprüfen.

Nach dem 31. März ist der unverschlüsselte Empfang und Versand von E-Mails im E-Mail-Programm nicht mehr möglich. Wer dadurch Probleme bekommt, kann sein T-Online-Postfach nach wie vor via Webmail nutzen – also mit dem Browser über die Website darauf zugreifen. Nutzer, die ihre E-Mail ausschließlich über das E-Mail Center der Deutschen Telekom empfangen oder versenden, brauchen jetzt nichts zu unternehmen. Ebenfalls kein Handlungsbedarf besteht für Nutzer, die ihr E-Mail-Programm bereits mit Verschlüsselung nutzen.

Die angekündigte Aktion ist Teil der Marketingoffensive “E-Mail made in Germany“. Sie wurde im August vergangenen Jahres von der Deutschen Telekom und United Internet mit seinen Angeboten GMX.de und Web.de gestartet, Freenet schloss sich der Initiative kurz darauf an. Die Beteiligten wollen E-Mails zwischen ihren Servern nur noch verschlüsselt übertragen, ausschließlich in Deutschland speichern und sichere E-Mail-Adressen in denen von ihnen bereitgestellten Benutzeroberflächen kennzeichnen. Ziel ist es, angesichts zahlloser Enthüllungen zu Abhörprogrammen, die Sicherheit der E-Mail-Kommunikation zu erhöhen.

E-Mail made in Germany
Untereinander übertragen die Initiatoren der Initiative “E-Mail made in Germany” Daten schon verschlüsselt, nun steht die Umstellung der Übertragung zu den Endgeräten der Nutzer auf der Agenda (Grafik: Deutsche Telekom AG).

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