Apple beantragt Patent für nachträgliche Korrektur von Textnachrichten

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Apple Logo (Bild: Apple/ITespresso)

Demnach soll eine Berichtigung selbst dann noch möglich sein, wenn der Nutzer den Versand bereits eingeleitet hat – die Übertragung aber noch nicht stattgefunden hat. Das würde dem Anwender ein kleines Zeitfenster einräumen, um Irrtümer zu berichtigen.

Apple hat einen Antrag auf ein Patent eingereicht, das die Korrektur einer Textnachricht erlaubt, nacdem diese bereits für den Versand vorbereitet, aber noch nicht auf den Weg gebracht wurde. Somit soll der Nutzer eines “programmierbaren Gerätes wie eines Smartphones” ein kleines Zeitfenster erhalten, das ihm die nachträgliche Berichtigung von möglicherweise peinlichen Fehlern ermöglicht, die durch die Autokorrektur oder auch manuell verursacht wurden.

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“Die Gelegenheit ist nur vorübergehend, um den Kommunikationsfluss nicht zu beeinträchtigen. Die Textdaten werden unverändert übertragen, wenn die Chance zur Änderung nicht wahrgenommen wird”, heißt es in der zusammenfassenden Patentbeschreibung. “Veränderungen während der gegebenen Zeitspanne können dazu dienen, die Funktionalität einer Autokorrektur auf dem programmierbaren Gerät zu modifizieren.”

Laut Patentantrag plant Apple ein temporär eingeblendetes Bedienfeld, das neben dem eigentlichen Textinhalt auch die für die Korrektur zur Verfügung stehende Zeit darstellt. Alternativ wird der jeweilige Text nur dann angezeigt, wenn die Autokorrektur-Funktion einen Verbesserungsbedarf erkennt.

Demgegenüber weist Apple auch explizit auf die potenzielle Entstehung besonders unangenehmer Fehler hin, die gerade aufgrund einer vorherigen Überprüfung durch die Autokorrektur verursacht werden und entsprechend zu berichtigen seien.

“Zudem hat nahezu jeder Versender einer Textnachricht schon einmal einen Fehler in einer Nachricht erst nach ihrem Versand bemerkt – etwa dann, wenn eine unbemerkte Autokorrektur oder Autovervollständigung ein Wort zu einer unbeabsichtigten Bedeutung verändert und damit die Bedeutung der Nachricht selbst erheblich verändert hat”, heißt es hierzu in der Patentbeschreibung. “Ganze Websites widmen sich einigen der besonders unterhaltsamen unabsichtlichen Korrekturen, die versehentlich verschickt wurden.”

Der Patentantrag sieht daher außerdem vor, dass noch ein weiteres Wörterbuch mit Berichtigungen von autokorrigierten Textdaten erstellt wird, welche dann bei der letzten eingeräumten Korrekturmöglichkeit vorgenommen werden. Das Wörterbuch soll vom eigentlichen Autokorrektur-Lexikon getrennt bleiben und auch kontinuierlich aktualisiert werden.

Das Schutzrecht wurde bereits am 31. Juli 2012 beantragt und am 6. Februar 2014 veröffentlicht. Als Erfinder sind Mehul Shanghavi und Swati Deo vermerkt. Sie gehören zu den Mitarbeitern von Apples Werbeplattform iAD.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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